Mich Verstehen: Wege, sich selbst zu erkennen und zu akzeptieren

Mich verstehen? Sich selbst zu verstehen zu lernen, ist ein lebenslanger Prozess. Auf dem Weg zur Erkenntnis warten viele Hürden, deren Überwindung sich aber lohnt.


Der Weg zu sich selbst ist lang und beschwerlich. Und nicht selten mit Strapazen, harten Einsichten und Tränen verbunden. Traumdeutung, die Psycho-Couch oder einfach der Blick in die Seele sind nur einige der vielen Möglichkeiten, über verschiedene Aspekte seiner Persönlichkeit Klarheit zu bekommen.

Mich verstehen
Neben der Suche nach dem Sinn allen Seins ist die Frage "Wer bin ich?" wohl die spannendste. Wenn wir auf die Welt kommen, ist unsere innere Landkarte noch unbeschrieben und weiß. Erst im Laufe der Jahre machen wir Erfahrungen, lernen viel über die menschliche Natur und erfahren, was es heißt, zu leben. Wir verlieben uns, bekommen unser erstes Kind und finden unseren Traumjob. Unsere Entscheidungen werden dabei sanft von unseren Sehnsüchten, Träumen und Hoffnungen gelenkt. Auch das Unterbewusste, obwohl oft nur nebelhaft erkennbar, wird zum Steurerungsmechanismus unseres Lebens. Besonders wenn es zu Konflikten, unangenehmen Situationen und einschneidenden Veränderungen kommt, müssen wir uns all unserer Kraft und Stärken besinnen, um den Weg weiter beschreiten zu können.

Veränderungen akzeptieren
Veränderungen gehören zu den schwierigsten Situationen, mit denen wir zurechtkommen müssen. Die Angst vor dramatischen Ereignissen und plötzlichen Umschwüngen begleitet uns ein Leben lang. Es ist nur natürlich, dass der Mensch immer auf Sicherheit bedacht ist. Dennoch muss man lernen, mit diesen Situationen umzugehen. Gemäß dem chinesischen Weisheit „ Das einzige beständige ist der Wandel“, ist es unerlässlich, diese wichtige Lektion zu lernen. Weichen Sie neuen Situationen nicht aus, ist ein oft erteilter Ratschlag erfahrener Psychologen. Vielmehr sollten wir zu unserer Angst stehen. Es ist völlig normal, manchmal schwach, unsicher oder auch am Boden zerstört zu sein. Wer in so einer Situation jedoch aufgibt, gehört zu den Verlierern des Lebens. Als ganz besonders dramatisch erweisen sich oft plötzlich eintretende Veränderungen wie der Tod eines nahen Familienangehörigen oder der unerwartete Verlust des Traumjobs. Doch auch diese Ereignisse bedeuten eine Chance, sein Leben in eine neue Richtung zu lenken.

Hilfen im Selbstfindungsprozess
Bereits kleine Mädchen schreiben kleine Geheimnisse in ihr Tagebuch oder schwören ihrer besten Freundin im Poesiealbum ewige Verbundenheit. Wer über Vergangenes reflektieren will, sollte dies auch in schriftlicher Form tun. Seine Gedanken und Gefühle festzuhalten, hilft vielen Menschen, zu mehr Klarheit zu gelangen. Auch Gespräche mit guten Freunden sind wichtig, um sich mit seinem Innersten auseinanderzusetzen. Wer die analytische Herangehensweise bevorzugt, findet in der Traumdeutung, der klassischen Psychoanalyse nach Freud oder der Schriftpsycholgie wertvolle Unterstützung. Zur persönlichen Selbstfindung gehört jedoch vor allem die Erkenntnis, dass diese meist ein lebenslanger Prozess ist.