Mieterhöhung durch Modernisierung

Mieterhöhungen durch Modernisierung treffen jeden und können ohne berechtigte Gründe nicht von dem Mieter abgelehnt werden.


Ist der Mieter erst einmal in der Wohnung, kriegt ihn der Vermieter dort nicht mehr so schnell raus, außer es besteht ein triftiger Grund. Um dem Vermieter die Möglichkeit zu geben, die Miethöhe an veränderte Umstände anzupassen, sieht das Gesetz vor, dass der Vermieter (außer bei Sozialwohnungen) die Miete erhöhen darf.

Einschränkungen der Mieterhöhung
Will der Vermieter den Preis erhöhen, muss dieser erst eine Genehmigung vom Mieter einholen. In diesem Antrag muss er zusätzlich den Grund für die Erhöhung klar ausführen, der beispielsweise die Anpassung an die ortsüblichen Preise im Zuge einer wirtschaftlichen Veränderung sein kann. Hierbei ist jedoch zu beachten, das die Mieterhöhung innerhalb von drei Jahren nicht höher als 20 Prozent liegen darf. Zudem ist eine Mieterhöhung, die 20 Prozent über dem ortsüblichen Mietpreis liegt, Mietwucher und somit rechtswidrig.
Zwar muss der Vermieter eine Genehmigung vom Mieter über die geplante Erhöhung einholen, doch hat der Vermieter einen Anspruch auf Zustimmung, den er mit Hilfe eines gerichtlichen Verfahrens geltend machen kann.

Mieterhöhung durch Modernisierung
Lässt der Vermieter die Wohnung modernisieren, kann er die angefallenen Kosten gemäß § 559 BGB zu Lasten des Mieters auslegen. So kann er bis zu 11 Prozent der Kosten auf die Jahresmiete rechnen, was zu einer Mieterhöhung durch Modernisierung  führt. Um nun festzustellen, um wie viel die monatliche Miete ansteigt, muss die Summe einfach durch 12 (Anzahl der Monate eines Jahres) gerechnet werden. Diese Mieterhöhung ist jedoch in der Regel nur vorübergehend und bedarf keiner Zustimmung des Mieters. Lediglich die Information über die Modernisierung und der damit anfallenden Kosten, die auf die Monatsmiete hinzugerechnet werden, reicht aus. Drei Monate nach dieser Information, darf die Miete dann erhöht werden.

Erhöhung der Vorauszahlungen
In vielen Fällen werden die Nebenkosten wie Strom und Wasser nicht direkt an die Versorger gezahlt, sondern an den Vermieter. Hierbei sollte beachtet werden, dass eine Erhöhung dieser Vorauszahlungen unabhängig von der Nettokaltmiete vonstattengeht und somit keine Mieterhöhung im eigentlichen Sinn darstellt. Eine Nebenkostenerhöhung tritt dann in Kraft, wenn sich durch die jährliche Abrechnung ergibt, dass die Vorauszahlungen den Verbrauch des Mieters nicht decken. Aus diesem Grund muss der Vermieter die Vorauszahlungen anpassen oder der Mieter weniger verbrauchen.