Minipille - Ideale Verhütungsmethode in der Stillzeit

Die Minipille eignet sich bestens für die Verhütung während der Stillzeit. Sie wird außerdem gegen Haarausfall, Menstruationsbeschwerden und Akne verschrieben.


Sie wollen den Zeitpunkt des Kinderkriegens selbst bestimmen? Dann sollten Sie sich über Verhütung & Co Gedanken machen. Wer vor der Frage steht "Pille oder Kondom?" muss sich entscheiden: Entweder der sichere Schutz vor Geschlechtskrankheiten und gleichzeitige Verhütung durch ein Kondom oder der bequeme Weg der Minipille. Wenn Sie sich genau an die Einnahmezeiten halten, kann dabei eigentlich nichts schiefgehen und Sie können sich Ihrem Partner unbesorgt hingeben.

Vor allem in der Stillzeit geeignet

  • Die Minipille gehört zur hormonellen, oralen Empfängnisverhütung und ist ein reines Gestagenpräparat. Im Gegensatz zu anderen Pillen basiert die Minipille nicht auf einem Östrogen-Wirkstoff und eignet sich daher besonders bei Frauen in der Stillzeit. Denn Gestagentabletten beeinflussen die Milchproduktion nicht.
  • Außerdem wirkt die Minipille antiandrogen, hemmt also männliche Hormone. Somit ist sie oft ein wirksames Mittel gegen Pickel oder Haarausfall.
  • Die Minipille ist zwar grundsätzlich zur Empfängnisverhütung gedacht, wird von Frauenärzten aber ebenfalls gegen Menstruationsbeschwerden und Akne verschrieben. Trotz leicht erhöhtem Brustkrebsrisiko und einem häufigen Auftreten von Bluthochdruck bei der Pillen-Anwendung ist die Minipille die meist genutzte Methode zur Schwangerschaftsverhütung. 

Wichtig: Zeitgenaue Einnahme und Wirkung

  • Auch während der Monatsblutung wird die Pilleneinnahme nicht ausgesetzt. Nach längerer Einnahme der Minipille bleibt die Regel häufig ganz aus, während es anfänglich zu Zwischen- und Schmierblutungen kommen kann.
  • Der Minipille wird ein Einnahme-Zeitraum von circa drei Stunden eingeräumt. Eine feste, tägliche Uhrzeit zur Tabletten-Einnahme ist deshalb besonders wichtig.
  • Nach diesen drei Stunden ist der Schutz der Anti-Baby-Pille für die nächsten zwei Wochen nicht mehr gewährleistet und ein weiteres Verhütungsmittel sollte beim Beischlaf verwendet werden. Auch die Einnahme von Antibiotika hebt die Wirkung der Minipille auf. Bei Durchfall oder Erbrechen bis zu vier Stunden nach der Einnahme ist ebenfalls ein Wirkungsverlust zu erwarten. 

So wirkt die Minipille

  • Das in der Minipille enthaltene Gestagen verändert die Gebärmutterschleimhaut. Im Gebärmutterkanal erfolgt eine Verfestigung des Schleims vor dem Muttermund und verhindert das Eindringen der Spermien.
  • Der Eisprung selbst ist grundsätzlich nicht gehemmt. Verschiedene Minipillenpräparate ermöglichen fast jeder Frau die entsprechende orale Empfängnisverhütung. Manchmal müssen mehrere Pillen ausprobiert werden, um Nebenwirkungen wie Brustpannen, Stimmungsschwankungen oder eine verminderte Libido auszuschließen.
  • Bei Gefäßerkrankungen (Thrombose oder Thromboembolie) sollte auf diese Art der Verhütungsmethode verzichtet werden, da das Risiko für Gefäßverschlüsse in den Venen durch die Pille enorm erhöht wird. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem Gynäkologen über eine mögliche Einnahme.