Mit Brain Gym besser lernen

Brain Gym ist Gymnastik für das Gehirn - statt mit Denkaufgaben wird die Leistungsfähigkeit durch körperliche Bewegung angekurbelt.


Unseren Körper halten wir mit körperlicher Fitness knackig, doch auch auf geistige Fitness scheinen Bewegungen Einfluss zu haben. Brain Gym heißt das Prinzip, nach dem man mit simplen gymnastischen Übungen seine Lernleistungen und seine Konzentration aktivieren oder verbessern kann.

Beim Lernen Körper nicht vergessen
Lernen findet nicht, wie vielleicht angenommen, nur im Kopf statt, sondern der gesamte Organismus ist beteiligt. Deshalb ist Bewegung sehr wichtig beim Lernen, wer nur am Schreibtisch sitzt und paukt, lernt nur unvollständig. Deshalb empfiehlt es sich, sich zwischen den Hausaufgaben oder bei Denkblockaden zu bewegen. Schließlich lernt man, indem man mit seinem Körper mit der Welt interagiert.

Brain Gym und Kinesiologie
Brain Gym wird der Kinesiologie zugeordnet, manchmal werden die Übungen auch Edu-Kinesiologie bezeichnet. Kinesiologie, dessen Begriff sich von den griechischen Worten „Kinesis“ (Bewegung) und „Logos“ (Lehre) ableitet, wurde in den siebziger Jahren vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart als Diagnose- und Therapieform entwickelt. Es hat seinen Ursprung in der Vorstellung dass der Mensch von Körperenergien geleitet wird. Hiernach fließt die Lebensenergie durch Leitbahnen, sogenannte Meridiane. In der Kinesiologie geht man also von einem starken Zusammenhang zwischen Körper und Geist aus.
Das Brain Gym wurde von Paul Dennison entwickelt. Er empfahl zum Lernen spezielle Überkreuzbewegungsübungen für ein besseres Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften. Mithilfe einiger einfacher Übungen soll man seine geistige Leistungsfähigkeit steigern können, indem man Stressfaktoren abbaut.

Zum nachmachen!
Schon simple Übungen sollen helfen, dass das Gehirn wieder auf Hochtouren arbeitet. Versuchen Sie es doch einfach mal zuhause – mit Ihren Kindern oder allein:

Die Überkreuzbewegungen
Gehen Sie auf der Stelle, nehmen Sie abwechselnd Ihre Knie hoch und bringen dabei das Bein mit dem Ellenbogen des anderen Armes zusammen. Haben Sie also Ihr linkes Knie angewinkelt, nehmen Sie Ihren rechten Arm. Wiederholen Sie die Übung mehrmals, lassen Sie sich Zeit – und vergessen Sie nicht, das Bein zu wechseln.

Der Elefant
Stellen Sie sich hin, legen Sie Ihr linkes Ohr auf Ihre Schulter. Strecken Sie den Arm aus, „malen“ Sie eine große liegende Acht in die Luft. Benutzen Sie dafür Ihren gesamten Oberkörper, beginnen Sie links oben. Folgen Sie der Acht mit Ihrem Blick. Hiernach wiederholen Sie die Übung mit der rechten Seite Ihres Körpers.