Mit dem Chemiebaukasten die Welt verstehen

Mit einem Chemiebaukasten können bereits Kindergartenkinder spielerisch an die Chemie herangeführt werden.


Selbst wenn man nicht zu den Chemieleuchten in der Schule gehört hat, behält man doch liebevolle Erinnerungen an die zahlreichen Experimente. Vom Messen des pH- Werts der Fingernägel, den elektrisierten Haaren hin zur Zitrone, die Strom produziert – spannend waren sie alle, auch wenn man die Erklärung dahinter dann nicht mehr so wahnsinnig aufregend fand. Schon kleine Kinder können die Geheimnisse der Moleküle, Gase und des Wassers entdecken und so bereits im Kindergartenalter spielerisch an das Thema Chemie herangeführt werden.

Was ist drin?
Je nach Ausstattung verfügt der Chemiebaukasten über die unterschiedlichsten Einzelteile. Immer mit dabei sind jedoch Schutzbrille, Lackmuspapier, sowie verschiedene Behälter. Für ältere Kinder kommen diverse Chemikalien, Glaskolben und Reagenzgläser sowie ein Spiritusbrenner hinzu. Starke Gifte oder leicht entflammbare Stoffe sind jedoch nie enthalten. Dennoch sollten die Eltern immer anwesend sein, wenn experimentiert wird, weshalb ein Chemiebaukasten für viel beschäftigte Eltern sicher eine Fehlinvestition ist.

Ab welchem Alter?
Den bekanntesten Chemiebaukasten hat die Firma Kosmos. Verschiedene Ausführungen richten sich an verschiedenen Altersklassen, so steigert sich die Anzahl der enthaltenen Teile und die Experimente, die damit durchführbar sind. Die komplexeste Version ist der C 3000 und kostet 160 Euro. Dieser Kasten ist für Kinder ab zwölf Jahren geeignet.
Auch für kleinere Kinder ab zehn gibt es bereits einen Chemiebaukasten. Verblüffende „Zauberkunststücke“ wie Geheimtinten, Bilder von Geistern oder Flammenfärbungen werden sicher auch Ihr Kind beeindrucken. Der Chemiebaukasten „Galileo Kids“ bietet gar Kindern ab sechs einen ersten faszinierenden Einblick in die Wunder der Welt.
Wenn das Kind allein die Experimente durchführt, sollte es schon älter sein, da kleinere Teile schnell verschluckt werden können oder verlorengehen, sodass nicht mehr jedes Experiment möglich ist.

Chemiebaukasten für Erwachsene
Für Kinder, die bereits mehr Erfahrung auf dem Gebiet der Chemie haben, sowie Jugendliche und Erwachsene ist so ein Chemiebaukasten nicht geeignet. Möchte man tatsächlich weiter in den Mikrokosmos der Atome und Moleküle eintauchen, empfiehlt es sich, die benötigten Chemikalien und Utensilien gesondert zu bestellen.
Erwachsene, die gern experimentieren, aber kein Geld ausgeben möchten, können sich in ihrer Küche umschauen, denn hier verstecken sich zahlreiche Experimente, die nur darauf warten, durchgeführt zu werden. So etwa die besagte Zitrone, der sich mithilfe zweier Metallstäbe Strom entlocken lässt.