Mit dem Schrittmesser fit bleiben

Was ist so klein wie ein Handy, wiegt gerade einmal wenige Gramm und kostet nur ein paar Euros? Ein Schrittmesser. Und der kann so Einiges.


Einmal zum Bäcker und wieder zurück, dann noch ein Paket bei der Post aufgegeben, ein Shoppingbummel mit der besten Freundin und abschließend Mama besucht, die ein paar Straßen weiter wohnt. Was sich zunächst ein wenig langweilig anhört, ist in Wirklichkeit ein knackiges Fitnessprogramm und das ganz ohne Anstrengung. Einzige Voraussetzung: Sie müssen immer zu Fuß gehen.

Kalifornisches Vorbild
Eine amerikanische Meta-Studie der Stanford Universität wertete mehrere Untersuchungen aus, an den fast 2800 Übergewichtige teilgenommen hatten. Das Ergebnis ist zwar nicht erstaunlich aber doch vielversprechend. Es zeigt sich, dass zwei Drittel der Extra Pfunde nicht etwa durch ein strammes Fitnesstraining verlorengehen, sondern durch die kleinen und großen Bewegungen des Alltags. Die Teilnehmer verloren im Rahmen der Studien nicht nur die krankmachenden Kilos sondern auch die Blutdruckwerte normalisierten sich. Wer darüber hinaus noch über einen Schrittmesser verfügte, bewegte sich auch mehr, der Pedometer stellte sich als riesige Motivationshilfe heraus. Da sich Bewegung gerade für dicke Menschen oft schwierig und wenig spaßig darstellt, kann die Erkenntnis, dass einfache Schritte zur Steigerung der Gesundheit schon ausreichen, viel bewirken.

Deutsche Nachahmer: 3.000 Schritte extra
Auch in Deutschland werden wieder mehr Schritte zurückgelegt. Basis ist die Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit „Bewegung und Gesundheit“. Sie soll Menschen dazu anregen, sich mehr zu bewegen und gleichzeitig zeigen, wie einfach es ist, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Mit prominenter Unterstützung und in zahlreichen Städten finden immer wieder Aktionen statt, bei denen die Teilnehmer kostenlose Schrittzähler bekommen.

Wunderwaffe gegen Speck: Der Schrittmesser
Ein Schrittzähler ist ein hilfreicher Begleiter, wenn man sich vornimmt, fitter zu werden. Das auch als Pedometer bezeichnete Gerät wird am Gürtel oder Handgelenk befestigt und misst die Vibrationen, die durch die Schritte entstehen und rechnet sie um. So kann man am Ende eines Tages genau erkennen, wie aktiv oder auch faul man war. Auch die insgesamt zurückgelegte Gesamtdistanz kann ausgerechnet werden. Diese wiederum gibt Aufschluss über die verbrannten Kalorien. Ein Schrittmesser ist also Trainingspartner, Motivator und Gewissen in einem. Nicht schecht für ein Gerät, das für wenige Euros überall zu haben ist.
Ärzte haben errechnet, dass es jeden Tag 10.000 Schritte bedarf, um fit zu bleiben und Übergewicht zu vermeiden. Diese Schritte sind gleichbedeutend mit einer Distanz von sechs bis acht Kilometern und einer Kalorienzahl von 500, die einfach so dahinschmelzen.

Bewegungsmangel – einer der Hauptursachen für Zivilisationskrankheiten
Neben den üblichen Verdächtigen Stress, Rauchen und falscher Ernährung gehört auch der Mangel an Bewegung zur Säule, die an Übergewicht Schuld hat. Und dies ist Ausgangspunkt für zahlreiche potenziell tödliche Erkrankungen. Wer täglich ein paar Tausend Schritte extra geht, tut nicht nur etwas für die Figur sondern auch für die Gesundheit. Der Bluthochdruck sinkt, die Venen werden trainiert und das Herz auf Trab gehalten.