Mit der Spritze gegen den Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs kann bei frühzeitiger Erkennung sehr gut geheilt werden. Der Besuch beim Frauenarzt verhindert schlimmeres. Jungen Frauen wird eine Spritze als Impfung empfohlen


In Deutschland erkranken jährlich nach Angaben der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister und des Robert-Koch-Instituts 6500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Allerdings sind die Vorformen des Gebärmutterkrebses in diesen Zahlen nicht erfasst. Im medizinischen Fachausdruck spricht man von einem Zervixkarzinom.

Das Durchschnittsalter der an Gebärmutterhalskrebs erkrankten Frauen liegt bei etwa 35 Jahren. Damit das Zervixkarzinom frühst möglich erkannt werden kann, sollten Frauen regelmäßig zum Frauenarzt gehen und Vorsorgeuntersuchungen machen. Denn je schneller man den Tumor erkennen kann, desto geringer ist die Gefahr, dass der Gebärmutterkrebs bereits die Gewebsgrenze überschritten hat und sich auf andere Organe ausbreiten konnte.

Ziel der Therapie beim Gebärmutterhalskrebs ist die vollständige Entfernung des Tumors, bevor dieser Metastasen streuen kann. Man spricht daher von einer kurativen, also in heilender Absicht durchgeführten Therapie. Eine palliative, zu deutsch lindernde Behandlung versucht unter Berücksichtigung der Lebensqualität die bestmögliche Wirkung zur Beseitigung des Tumors zu erzielen, wenn dieser nicht durch einen operativen Eingriff vollständig entfernt werden kann.

 

Damit entschieden werden kann, welche Therapie geeignet erscheint, muss sich ein Team aus Frauenärzten, Strahlentherapeuten, Onkologen und Anästhesisten eine Übersicht über Lage, Größe und Ausdehnung des Tumors verschaffen. Erst danach kann ein Beschluss über die weitere Vorgehensweise erfolgen.

Patientinnen mit kleineren Tumoren und einem guten Gesundheitszustand können primär operiert werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung und einem schlechten Allgemeinzustand wird die Erkrankte eher in Verbindung mit Chemotherapie bestrahlt.

Die Heilungschancen beim Gebärmutterhalskrebs gelten als gut, da in 90% aller Fälle die Krebsart bereits in frühen Stadien festgestellt wird. Damit ist eine komplette Genesung der Patientin keine Seltenheit.

 

 

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