Mit ein bisschen Übung das Selbstwertgefühl stärken

Wenn von einem gesunden Selbstbewusstsein gesprochen wird, ist meistens ein positives Selbstwertgefühl vorausgesetzt. Um Ihr eigenes Selbstwertgefühl stärken zu können, sollten Sie zunächst einmal herausfinden, woher Ihr Selbstwertgefühl überhaupt kommt. In einem zweiten Schritt ziehen Sie eine Stärkung Ihres Selbstwertgefühls aus Ihren unmittelbaren Lebensumständen.


Egal ob schlechte Noten oder ein Korb von der großen Liebe: Situationen, in denen das Selbstwertgefühl in den Keller sinkt, gibt es genügend. Um dann wieder Selbstbewusstsein zu entwickeln und das Selbstwertgefühl zu stärken, sind einige Kniffe und Tricks aus der Psychologie nötig. Doch schon an dieser Stelle lässt sich fragen: Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl?

Das Vertrauen in sich selbst und das Gefühl des eigenen Wertes

  • Als grundlegende Formel lässt sich festhalten: Je größer Ihr Selbstvertrauen ist, desto größer ist auch Ihr Selbstwertgefühl. Selbstvertrauen heißt in diesem Fall, dass Sie sich diese oder jene Sache zutrauen. Der Selbstwert ist eine Art Beurteilung über Ihr tiefstes Inneres und dessen Wert.
  • Der Selbstwert beinhaltet Ihre Sicht auf sich selbst. Aus diesem Wertmaßstab entwickelt sich dann Ihr Selbstvertrauen. Dies kann, je nach Persönlichkeit und Veranlagung, unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Erster Schritt: die Entwicklung des realistischen Selbstwertgefühls

  • Stellen Sie sich einmal die Frage: Woher beziehe ich mein Selbstwertgefühl? Wer davon spricht, dass er Selbstvertrauen braucht, wird meistens durch die Meinungen anderer gelenkt. Auf diese Art und Weise wird Ihnen auch die Möglichkeit verweigert, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken.
  • Wenn Sie die Dinge einfach tun, auch ohne Sie perfekt zu beherrschen und ohne die Angst vor der Reaktion Außenstehender, werden Sie neue Erfahrungen machen und gleichzeitig mitbekommen, was Sie können oder eben auch nicht. Die Angst vor der Reaktion Anderer hält Sie also letztlich von der Entfaltung Ihres Selbstwertgefühls ab.

Über die Quelle des Selbstwertgefühls

  • Noch in den unschuldigen Jahren der Kindheit haben Sie sich alles zugetraut: Sie stolperten über Steine, sind auf viel zu hohe Felsen geklettert und haben irgendwann Fahrrad fahren gelernt. Mit dem Erwachsenwerden hat Ihnen die Gesellschaft ein Wertesystem mit den Kategorien "Gut" und "Schlecht" übergestülpt, das Sie über Jahre konditioniert hat.
  • Hierin liegt letztlich die Krux: Sie beziehen Lob und Tadel immer auf Ihr Sein, anstatt auf Ihre Aktion oder Handlung an sich. Distanzieren Sie sich davon!

Selbstwertgefühl stärken: Nehmen Sie es nicht persönlich!

  • Betrachten Sie Meinungen aus Ihrer unmittelbaren Umgebung über Ihre Handlungen neutral. Sehen Sie Kritik weder positiv, noch negativ, sondern nehmen Sie diese einfach hin.
  • Wenn Sie einmal "versagt" haben sollten, liegt das eher an einer schlechten Vorbereitung, als an Ihrer Person selbst. Handlung und Person sollten immer voneinander getrennt behandelt werden.