Mit Homöopathie ADS und ADHS heilen? Wahrlich ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Für die Einen als Diagnose endlich die erlösende Bescheinigung einer krankheitsbedingten Auffälligkeit, für die Anderen allzu schnell gefällte Verordnung von Chemie und Abstempeln als dauerhaft psychisch krank. Mit den Hauptsymptomen mangelnder Konzentrationsfähigkeit, erhöhter Ablenkbarkeit und
gesteigerter Impulsivität entspricht der Grundzug der Erkrankung dem Mittelbild vieler homöopathischer Mittel, die in der Arzneimittelprüfung „Ruhelosigkeit bei Kindern“, „Zorn durch Widerspruch, „Fehler beim Schreiben“ / „… beim Rechnen“, „Veränderliche Stimmung bei Kindern“, „muss alles anfassen“, „Boshaftigkeit“, und viele ähnliche Symptome ergeben haben. Nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsgesetz sind diese Erscheinungen bei gesunden Menschen aufgetreten, die bestimmte homöopathische Mittel eingenommen haben und somit kann ein entsprechendes Mittel auch diese Verhaltensweisen bessern, wenn es exakt genug ausgewählt ist.
Mit Homöopathie ADS heilen?
Homöopathie ist keine Zauberkunst. So ist es unwahrscheinlich, dass eine einzelne Gabe lebenslange Freiheit von Symptomen garantiert. In chronischen Fällen, wie sie bei ADS und ADHS anzufinden sind, kann die Homöopathie aber eine dauerhafte Entscheidung für einen Weg ohne chemische Hilfsmittel sein und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Maßnahme zur konstruktiven Lebensgestaltung in allen Bereichen für Betroffene und deren Angehörigen.
Eine homöopathische Therapie wird wie bei allen anderen Erkrankungen durch eine gründliche Anamnese eingeleitet. Natürlich wird dabei auch das familiäre Umfeld beleuchtet, denn die Individualität steht auch hier im Vordergrund wie oben schon durch die kleine Auswahl einzelner Symptome deutlich gemacht. Außerdem sollte eine „ganzheitliche“ Therapie auch andere Ursachen ausfindig machen, was wichtig ist, bei Fällen, in denen sich Eltern (oder auch erwachsene Betroffene) einfach für eine Alternative entscheiden, ohne jegliche Eigenreflexion. Ein seltener Fall, aber nicht undenkbar, und auch dann lohnenswert.
Ergänzend wirksam
Aufbauende professionelle Hilfe durch medizinische Fachkräfte anderer Disziplinen (Psychologie, Psychomotorik) sind dann unumgänglich und auch an die Erziehenden zu richten, wenn sich darstellt, dass sie durch die anstehenden Aufgaben überfordert sein können.
Im homöopathischen Sinn können ähnlich gelagerte Probleme bei Kindern, wie Schulangst, Lernschwierigkeiten oder Lernschwächen, Legasthenie, Dyskalkulie, ebenso behandelt werden, da auch hier die Symptomenwahl gemäß der Ähnlichkeitsregel von statten geht.
Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Martin Behrens verantwortlich.