Mit Konfliktmanagement Streitigkeiten ausräumen

Konfliktmanagement ermöglicht, auch in Stresssituationen ruhig und gelassen zu bleiben.


Der richtige Umgang mit Konflikten in der Firma gehört sicherlich zu den schwersten Aufgaben, sowohl von Führungskräften als auch vom „kleinen“ Angestellten. Doch meist werden Probleme nicht aktiv angegangen, es herrscht die Vogel-Strauß-Taktik vor. Das Problem wird totgeschwiegen, in der Annahme, dass es sich schon irgendwann einfach in Luft auflösen wird.

Voraussetzungen für Konfliktmanagement

  • Zu den häufigsten Ursachen für Konflikte gehören mangelnde Kommunikation und die daraus entstehenden Missverständnisse sowie Zeitnot und Organisationsdruck, die ein angenehmes menschliches Miteinander noch zusätzlich erschweren. Besonders Teamarbeiter sind anfällig, aus heiterem Himmel Antipathien gegenüber dem Kollegen zu entwickeln. Wenn in so einer Situation nicht richtig gehandelt wird, ist das Gift für die ganze Firma, das Betriebsklima leidet und die Produktivität nimmt ab.
  • Es gibt geborene Diplomaten, die allein durch ihre Anwesenheit eine konfliktreiche Situation bereits entschärfen können. Mit Charisma, der nötigen Portion Ruhe und Durchsetzungsfähigkeit schaffen sie es, dass aus zwei Streithähnen wieder Kollegen werden, die effektiv zusammenarbeiten können. Wichtig, um zu einem ebenso erfolgreichen Konfliktmanager zu werden, sind viele Faktoren.
  • Zum einen muss die Sprach- und Argumentationsfähigkeit sehr gut ausgebildet sein, denn mithilfe der richtigen Wortwahl lassen sich viele Streitereien beilegen. Sie sollten außerdem empathisch veranlagt sein, also die Fähigkeit besitzen, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen, um besser auf sie eingehen zu können.
  • Auch die Fähigkeit zur Reflektion des eigenen Verhaltens, und das Eingeständnis, dass man selbst Fehler gemacht hat, gehören unbedingt zu einem erfolgreichen Konfliktmanagement. Generell sind Phlegmatiker, also solche Menschen mit einem dicken Fell, bessere Schlichter, denn sie bleiben immer ruhig und gelassen und schaffen so die Voraussetzung für ein ruhiges Gespräch.

Konflikte: Bewältigungsstrategien

  • Um sich ein besseres Bild von der Gesamtsituation machen zu können, ist es hilfreich, ein sogenanntes Konflikttagebuch zu führen. Auch wenn es zu Gerichtsverhandlungen kommt, ist es eine gute Basis, um für Klarheit zu sorgen. Es sollte mindestens über zwei Monate hinweg geführt werden und alle Beteiligten, genaue Datumsangaben und eine detaillierte Beschreibung des Konflikts enthalten. Beim erneuten Durchlesen lassen sich leicht Muster erkennen, die helfen, Streitigkeiten aufzulösen.
  • Ein Mediator ist in den USA ein schon lange bekanntes und beliebtes Mittel, um Streitigkeiten zu lösen. Auch in Deutschland werden diese neutralen Schlichter immer beliebter. Mediation heißt nichts anderes, als zu vermitteln. Es handelt sich dabei um eine neutrale, firmenexterne Person, die eine Annäherung und Gespräche möglich macht. Jedoch gibt ein Mediator keine Lösungen vor, sondern regt zur Selbsthilfe an. Ziel ist immer eine Win-win-Situation, in der beide Parteien mit einem positiven Gefühl den Konflikt auflösen.