Mit Soft Skills die Karriereleiter erklimmen

Fachwissen ist alles und entscheidet darüber, ob man Erfolg im Beruf haben wird? Falsch, die sogenannten Soft Skills werden immer wichtiger.


Experten sagen, dass sich bereits in den ersten Sekunden eines Bewerbungsgesprächs entscheidet, ob der Bewerber dem Personaler sympathisch ist und somit Chancen auf den ausgeschriebenen Job hat, oder nicht. Mit fachlicher Kompetenz oder Erfahrung hat dieser erste Eindruck wenig zu tun, es entscheidet das Auftreten, das Gesagte und wie man miteinander zurechtkommt. Ganz ähnlich kann man auch die Soft Skills charakterisieren. Denn auch hier entscheidet nicht das „Was“, sondern das „Wie“.

Was sind Soft Skills?

  • Immer öfter entscheidet nicht das Ergebnis selbst über Erfolg oder Misserfolg, sondern die Herangehensweise, das „Wie“. Nicht mehr der berühmte Ellenbogen ist ausschlaggebend für das berufliche Vorankommen, vielmehr ist es die Gesamtheit aller persönlichen Eigenschaften, vor allem Selbstbewusstsein und Souveränität, die sich auf Erfahrung gründen.
  • Soft Skills werden auch als Schlüsselqualifikationen bezeichnet und bilden den Gegenpol zu den Hard Skills, die sich auf das Fachwissen beziehen. Vor allem in Berufen, in denen Kommunikation eine große Rolle spielt – zum Beispiel im Dienstleistungsbereich – werden Soft Skills immer wichtiger.

Die Geheimnisse einer gelungenen Kommunikation

  • In jedem Beruf existieren geschriebene und ungeschriebene Gesetze zur Kommunikation miteinander – sei sie verbal, von Angesicht zu Angesicht oder schriftlich. Wann sollte man als neuer Angestellter die Kollegen duzen, wie begrüßt man den Chef und welche Abschiedsformel ist ideal in der Firmen-Mail?
  • An erster Stelle der kommunikativen Fähigkeiten steht die Rhetorik, das Vermögen, sich klar und verständlich auszudrücken und seine eigene Position selbstbewusst zu präsentieren. Daneben spielen aber auch Schlagfertigkeit, Empathie und die Fähigkeit, andere anzuleiten, etwa in einer Diskussionsrunde, eine wichtige Rolle.
  • Networking darf ebenfalls nicht unterschätzt werden. Small Talk mit neuen Kollegen oder dem Chef auf der Weihnachtsfeier und Gespräche mit unbekannten Geschäftspartnern sind nur einige Beispiele, wie man sich im beruflichen Alltag sprachlich bewähren muss.

Konfliktmanagement

  • Konfliktmanagement ist besonders für Führungskräfte, aber auch den klassischen Schreibtischtäter interessant. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Neid unter Kollegen oder Mobbing erfordern Fingerspitzengefühl und ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen. Auch hier sind die sprachlichen Fähigkeiten ein Baustein zum Entschärfen des Konflikts. Die richtigen Worte können einen schwelenden Konflikt entschärfen, eine unbedachte Äußerung und lautstarkes Auftreten einen Konflikt noch verstärken.
  • Die ideale Konfliktlösung ist eine sogenannte „Win-Win“-Situation, in der es keine Verlierer gibt und beide Seiten vom Konflikt profitieren können. Mitarbeiter oder Chefs, die in der Lage sind, wieder für Ruhe zu sorgen, ohne dass das Arbeitsklima beeinträchtigt ist, können sich glücklich schätzen und werden sicher auch von ihren Mitarbeitern dementsprechend „belohnt“.