Die Wimperntusche gilt als das beliebteste Kosmetikprodukt der Welt. Allein in Europa werden jährlich 500 Millionen Stück verkauft. Zu ausdrucksvollen Augen gehören lange, dichte, dunkle Wimpern einfach dazu. Seit Helena Rubinstein 1957 die zähflüssige Mascara, wie wir sie heute noch gebrauchen, erfunden hatte, arbeitete die Kosmetikindustrie fortwährend an der Optimierung dieses Produkts. Die Konsistenz der Tusche wurde immer weiter verbessert, um Klumpenbildung vorzubeugen, und die Form der Bürste erfuhr eine stetige Anpassung an die speziellen Bedürfnisse nach besonders langen oder dichten Wimpern. Nun wurde die Idee entwickelt, anhand von Vibrationen der Bürste alle Probleme mit einem Schlag zu lösen. Inspiriert wurden die Erfinder durch einen vibrierenden Rasierer, woraufhin sie sich die Frage stellten, ob sich diese Vorteile auch auf Mascara übertragen lassen.
Der Vorteil der Vibrationen
Im Aussehen unterscheidet sich die vibrierende Wimperntusche nicht von den bisher gewohnten Produkten. Sie hat die gleiche Größe und Form. Der Unterschied liegt im Inneren des Handgriffs der Bürste. Dort ist nämlich ein winziger Motor samt einer Knopfzelle als Batterie versteckt. Dieser erzeugt bis zu 125 Vibrationen in einer Sekunde, was als perfekte Anzahl ermittelt wurde, um die einzelnen Wimpern optimal zu trennen und die Mascara auftragen zu können. Außerdem erhalten die Wimpern durch die leichte stetige Bewegung eine extremere Länge und Definition als es mit gewöhnlicher Wimperntusche möglich ist. Gleichzeitig wird ein Verkleben der einzelnen Härchen und ein Verklumpen der Tusche verhindert. Zusätzlich wurde die Rezeptur der Tusche angepasst. Durch ihre gelige Konsistenz sorgt die Tusche für starkes Volumen und durch die Vibrationen kann sie beim Mascara auftragen wiederum verdünnt werden, damit die Tusche sich viel besser um jedes noch so feine Härchen legen und es umhüllen kann, ohne es zu beschweren. Wenn die Vibration stoppt, verdickt sich das Gel wieder und erzeugt so den Volumen-Effekt. Zur Verstärkung dieses Effekts tragen zusätzlich zugefügte Glimmerplättchen und Microkügelchen bei.
Unbedenklich für das Auge
Falls Sie sich Sorgen machen, ob eine batteriebetriebene vibrierende Mascara eventuell schädlich für das Auge ist, können Sie beruhigt werden. Diese Neuheit wurde von Augenärzten umfangreich getestet und als vollkommen unbedenklich eingestuft. Sie eignet sich auch für Menschen mit empfindlichen Augen und Kontaktlinsenträger.