Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz ist leider keine Seltenheit. Wenn sich mehrere Personen zusammentun und eine andere Person gemeinsam beleidigen, belästigen, schikanieren, erniedrigen oder kränken kann dies ernsthafte psychische Folgen nach sich ziehen.


Der Begriff Mobbing ist keinesfalls ein junger "Modebegriff" aus den USA, der Einzug in den deutschen Sprachgebrauch gehalten hat, und jetzt in aller Munde ist. Der Begriff Mobbing wurde bereits im Jahr 1963 vom großen Verhaltensforscher Konrad Lorenz ("der mit den Graugänsen") geprägt.

 

 

Dennoch hat Mobbing gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark zugenommen. In einer globalisierten Welt verändern sich die Werte in Gesellschaften rasant, und die Unsicherheit wächst. Existenzängste und besonders die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes führen dazu, dass jeder Einzelne mit "Ellenbogenmentalität" für sich selbst "kämpft". Opportunismus verdrängt vielerorts Solidarität und Gemeinschaftsgefühl.

Gestörte Kommunikation

Eines der Hauptprobleme am Arbeitsplatz ist, dass die Kommunikation zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern gestört ist. Einerseits möchten viele Arbeitnehmer in ihrem Job mitreden und Verantwortung übernehmen, gleichzeitig scheuen sie sich aber davor, dann auch für die Konsequenzen gerade zu stehen. Vorgesetzte sind dann in der "Zwickmühle" und verunsichert. Sollen sie "hart" durchgreifen und ihre Führungsrolle demonstrieren? Wann ist es besser, unbequeme Entscheidungen allein zu treffen? Wann macht es Sinn, die Angestellten um Mitsprache zu bitten? Derartige Diskrepanzen stellen ein Machtvakuum dar und bieten einen fruchtbaren Boden, auf dem Mobbing gedeihen kann. Unübersichtliche Strukturen können dazu führen, dass Einzelne oder Gruppen die Lage ausnutzen, Grenzen überschreiten und Machtmissbrauch oder Mobbing betreiben.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?
Von Mobbing in der Arbeitswelt spricht man, wenn eine Person oder eine Gruppe von untergebenen Mitarbeitern, gleichgestellten Kollegen oder Vorgesetzten beleidigt, belästigt, schikaniert, mit erniedrigenden und kränkenden Aufgaben bedacht oder ausgegrenzt wird.

Dabei spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Die Negativhandlungen müssen wiederholt über einen längeren Zeitraum stattfinden. Ein einmaliges Geschehen dieser Art ist noch kein Mobbing.

Merkmale für Mobbing am Arbeitsplatz
1.

Ein Konflikt hat sich verfestigt und läuft wie nach einem festen Drehbuch immer wieder in ähnlicher Weise ab.

2.

Es gibt zwei klar definierbare Parteien, von denen die eine deutlich unterlegen ist. Meistens eine Gruppe und eine Einzelperson.

3.

Die Negativhandlungen finden häufig statt. Zum Beispiel täglich oder wöchentlich.

4.

Die Auseinandersetzungen dauern bereits längere Zeit an. Mehrere Monate oder noch länger.

5.

Das Opfer ist nicht mehr in der Lage, sich aus eigener Kraft aus der Situation zu befreien.

Lesen Sie weiter unter Mobbingabwehr...