Mobbing in der Schule - was kann man tun?

Von Mobbing in der Schule ist die Rede, wenn jemand immer wieder gezielt gedemütigt oder angefeindet wird.


Mobbing in der Schule ist weit verbreitet. Oftmals werden ausländische Mitschüler wegen der schlechten Sprache oder ihres Aussehens gehänselt. Bei den Jungen kommt es häufig vor, dass schmächtige und schüchterne Mitschüler erpresst und beklaut werden. Auch bei dem Mädchen kommt es oftmals zu Beleidigungen, Getuschel und Gekicher. Häufig schauen die Lehrer und Eltern weg, während ein Opfer die Schuld bei sich selbst sucht. Schikanen geschehen allerdings auch häufig während der Pausen und auf dem Schulweg, weshalb viele Lehrer nicht involviert sind. Es ist wesentlich schwieriger, eine Lösung zu finden, je länger das Mobbing andauert. Das Mobbing ist eine Form von offener oder subtiler Gewalt über einen längeren Zeitraum, um die Personen sozial auszugrenzen. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet fertigmachen oder anpöbeln. Bei Mobbing kann es sich um physische oder auch verbale Gewalt handeln. Zum Mobbing gehören Drohen, Abwerten, Hänseln, Herabsetzen, Bloßstellen, Schikanieren und Beschimpfen.

Auswirkungen von Mobbing in der Schule
Die Schüler erzählen den Eltern oder den Lehrern nur selten, was täglich passiert. Mobbing in der Schule wirkt sich auf die gesamte Persönlichkeit aus. Das Selbstvertrauen wird verloren, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme treten auf. Durch die Einsamkeit und Isolierung entwickeln sich Passivität und depressive Tendenzen. Insgesamt führt das Mobbing zu Schulvermeidung und Lernunlust. Häufige Folgen von Mobbing in der Schule sind Bauchschmerzen, Albträume, Appetitlosigkeit, Leistungsrückgang, Ängste und Unkonzentriertheit.

Maßnahmen gegen Mobbing in der Schule
Die Opfer von Mobbing können sich meist nicht mehr selbst helfen, es wird Hilfe von außen benötigt. Die Opfer sollten den Mut haben, sich an Personen wie Eltern, Freunde, eine Beratungsstelle oder an Lehrer zu wenden. Das Selbstbewusstsein kann auch durch den Kontakt mit Betroffenen im Internet wieder gewonnen werden. Den Mitschülern oder anderen Verursachern sollten die psychischen Folgen der Opfer erklärt werden. Alle Schüler sollten durch die Lehrer motoviert werden, von Vorfällen zu berichten. Die Täter müssen zur Rede gestellt und die Opfer geschützt werden. Als präventive Maßnahme gegen Mobbing sollten Klassenregeln vereinbart werden. Auch mit einer Erziehungsberatungsstelle oder dem Jugendamt kann in Einzelfällen zusammengearbeitet werden. Gerade Eltern sollten die Warnsignale von Mobbing erkennen. Sie sollten jedoch nicht vorschnell Kontakt mit dem Täter aufnehmen, sondern zuerst die Schule informieren. Im Notfall kann sich auch an die Beratungsstelle, den Elternbeirat oder an die Schulleitung gewandt werden. In den Schulen sollten allgemein präventive Maßnahmen gegen Mobbing und Gewalt durchgeführt werden. Durch verschiedene Projekte kann das Schulklima verbessert und die offene Atmosphäre und eine faire konstruktive Gesprächs- und Streitkultur ermöglicht werden.