Mobbing - was tun?

Was tun gegen Mobbing? Diese Frage stellen sich viele. Zunächst ist es wichtig, Mobbing überhaupt erst als solches zu erkennen. Manchmal hilft es schon, die Mobbingattacken einfach zu ignorieren.


Wenn Sie erkennen, dass ein oder mehrere Personen aus Ihrem Unternehmen gegen Sie intrigieren, müssen Sie das nicht als "wehrloses Opfer" akzeptieren. Es gibt intelligente Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sich selbst zu helfen. Lesen Sie hier, was Sie gegen Mobbing tun können.

Was tun gegen Mobbing?
1.
Erkennen Sie, dass sie gemobbt werden und das Verhalten des Mobbers unfair oder ungerechtfertigt ist. Das Erkennen ist der erste wichtige Schritt!

 
2.
Glauben Sie an sich. Vetrauen Sie auf Ihr eigenes Urteilsvermögen. Erkennen Sie, dass der Mobber Unwahres über Sie verbreitet.

3.
Wenn Sie körperliche Beschwerden erleiden, gehen Sie zum Arzt. Ziehen Sie diesen ins Vertrauen, und lassen Sie sich "krankschreiben". Nutzen Sie die gewonnene Zeit für sich. Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Überlegen Sie sich gegebenenfalls eine Strategie für einen wirksamen "Rückschlag".

4.
"Stehen Sie auf", und machen Sie sich für sich selbst stark. Besuchen Sie, wenn Sie denken, dass es Ihnen helfen könnte, Selbstbehauptungskurse.

5.
Halten Sie dem Blick anderer Stand. Schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen. Das wirkt stark und selbstbewusst. Und wenn Sie "NEIN" sagen möchten, dan sagen Sie es. Betont und mit Nachdruck. Verlassen Sie die "Bühne" danach mit erhobenem Haupt.

6.
Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Wenn Sie mit hängendem Kopf, gesenktem Blick, gekrümmt und nach vorn gebeugt gehen, wirken Sie schwach und geben ein perfektes "Opfer" ab. Zeigen Sie stattdessen Rückgrat. Gewöhnen Sie sich eine aufrechte Haltung an. Die Schultern zurück, die Brust raus, den Blick nach vorn gerichtet. Atmen Sie tief und gleichmäßig. So strahlen Sie Selbstbewusstsein aus und demonstrieren Stärke.

7.
Bleiben Sie "cool", reagieren Sie nicht und lassen Sie den Mobber ins Leere laufen. Gut möglich, dass Ihr Mobber Sie dann schon nach kurzer Zeit in Ruhe lässt. Wenn er erkennen muss, dass seine Angriffe an Ihnen abprallen.

8.
Reagieren Sie mit Humor auf Angriffe des Mobbers.  Entwaffnen Sie Ihn. Sagen Sie mit Selbstbewusstsein etwas zurück, und nehmen Sie dem Mobber damit den "Wind aus den Segeln".

9.
Sagen Sie dem Mobber, wie sehr Sie sein Verhalten beeinflusst, nervt, stört oder verletzt.

10.
Ziehen Sie jemanden, den Sie mögen, ins Vertrauen, und reden Sie über Ihren Kummer. Leiden Sie nicht still vor sich hin.

11.
Sprechen Sie mit Vorgesetzten über das Mobbing, und geben Sie so viele Details und wichtige Informationen, wie Sie können. Wenn Sie sich dazu selbst nicht in der Lage fühlen, kann das auch eine eingeweihte Vertauensperson für Sie übernehmen.

12.
Informieren Sie sich über Ihre Rechte als Arbeitnehmer. Nehmen Sie, wenn nötig, juristische Hilfe bzw. juristischen Rat in Anspruch.

13.
Wenden Sie sich - sofern es ihn gibt - an den Betriebsrat Ihres Unternehmens und prüfen Sie, wie Sie sich beschweren können. Falls Sie damit keinen Erfolg haben, wenden Sie sich an ein zuständiges Arbeitsgericht.

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