Mode im Beruf - Der Stylist: Die Voraussetzungen

Theoretisch kann jeder Stylist werden, dennoch sollte man über die nötigen Vorraussetzungen verfügen.


Während des Shootings hat der Stylist keine Pause. Er muss zwischen den einzelnen Sets dem Model beim Einkleiden helfen, den Sitz der Kleider korrigieren und während des Shootings notieren, welche Kleidungsstücke auf den einzelnen Fotos zu sehen sind. Diese Modecredits sind im Nachhinein für das Magazin sehr wichtig. Wenn alles im Kasten ist, muss sich der Stylist über die Rücksendung der Kleidungsstücke kümmern. Generell ist diese Beschäftigung keine Bürotätigkeit. Man kann immer davon ausgehen, dass der Erfolg als Stylist eine Menge Stress nach sich zieht. Viele sprechen aber hier von positiven Stress. Wer also mit dem Gedanken spielt, eine Ausbildung als Stylist zu beginnen, der sollte bestimmte Vorraussetzungen mitbringen. Stressresistenz sollte ein Stylist immer mitbringen.

Vorraussetzungen: Soft Skills
Diesen Beruf kann man nicht wirklich lernen, wie man Mathe lernen kann oder ein Musikinstrument. Hier ist die Basis für das erfolgreiche spätere Ausüben das mitgebrachte Talent und die wichtigen Eigenschaften. Ein Stylist sollte von vornherein natürlich trendsicher sein, ein gutes Auge für Ästhetik haben und visuell denken können. Natürlich gibt es auch Ausbildungsmöglichkeiten – viele Stylisten haben mit einem entsprechenden Studium an einer Modeschule gestartet. Aber auch als Quereinsteiger, als Fotograf oder Designer hat man natürlich Chancen. Die ersten Jahre im Beruf verbringt man dann meist als Assistenzkraft eines eigenständigen Stylisten. Hier kann man sich dann vieles abschauen und den Umgang mit Kunden lernen, sowie sich in das Metier des Stylisten eindenken, ohne große Verantwortung übernehmen zu müssen. Auch so kann man sich schon Kontakte schaffen und Stammkunden sichern, sollte man später dann als eigenständiger Stylist arbeiten. Grundsätzlich hat das Stylisten-Dasein viel mit Intuition und dem Spiel mit Mode zu tun. Ein Talent, Farben und Formen in Kombination zu setzen und ein Gefühl für Materialien und Stoffe zu haben – all das darf hier nicht fehlen.

Gute Aussichten fürs Konto
Auch, wenn es nicht so scheint, aber wenn man als Stylist genug Erfahrung, Talent und den nötigen Ehrgeiz mitbringt, so kann man gut bei dieser Tätigkeit verdienen. Je nach Auftrag liegen die Bezüge eines Stylisten bei 400 bis 1000 Euro am Tag. Allerdings ist das kein geregeltes Einkommen. Hier macht sich das monatliche Gehalt danach abhängig, wie die Auftragslage ist. Es kann also gut sein, dass ab und zu auch gar keine Aufträge an Land kommen, dafür aber später wieder mehr zu tun ist. Für eins garantiert demnach der Beruf des Stylisten: Abwechslung!