Mode im Beruf - Modeeinkäufer

Modeeinkäufer: Frühjahrs-Order, Sommer-Order, Winter-Order. Und dann von vorne - keine Saison Pause für den Mode Einkäufer.


Viele Frauen und einige Männer haben eine Leidenschaft: Shoppen! Durch die Boutiquen und Läden stöbern, einen ganzen langen Tag nur Kleider, Hosen, Oberteile anprobieren, Geld ausgeben und sich am Ende eines solchen Ausfluges gemütlichen mit zehn Tüten in der Hand einen Eisbecher gönnen. Was für ein Leben! Stellen Sie sich nun vor, das ist ihr Beruf: Modeeinkäufer.

Viel Stress und eine Portion Verantwortung
Tolle Vorstellung, oder? Leider müssen wir Sie wieder einmal aus Ihren Tagträumen holen, denn ganz so idyllisch ist der Beruf der Modeeinkäuferin auch nicht. Erinnern Sie sich an Ihre wunden Füße nach dem letzten Shoppingmarathon? Und genau hier liegen auch die Schattenseiten dieses Berufs. Eine Modeeinkäuferin ist von Saisonbeginn zu Saisonende immer unterwegs, jettet durch die Welt, auf der Suche nach den neusten und den zukünftigen Trends. Sie macht Termine mit großen Modemarken, muss sich durch die Keks- und Kaffeeauswahl der verschiedenen Showrooms kosten, während sie die neusten Kollektionen begutachtet und schon im Kopf wieder zwei Saisons weiter ist. Stress ist bei diesem Berufsbild natürlich vorprogrammiert. Aber auch eine riesige Verantwortung lastet auf den Schultern eines Modeeinkäufers. Denn diese Position wird am meisten in großen Kaufhäusern vergeben, wo sich der Chef nicht mehr persönlich um die Bestückung seines Ladens kümmern kann. In großen Modeketten werden speziell für diesen Job Leute gesucht.

Gespür und Wissen
Der größte Unterschied zum privaten Shoppen liegt vor allen Dingen darin, dass ein Modeeinkäufer neutral bleiben sollte. Hier geht es nicht um den persönlichen Geschmack, sondern darum,was die Kundin morgen tragen möchte. Dazu braucht man natürlich ein gutes Know-How über die Modebranche, muss sich in der Welt der Star-Trends auskennen, denn oftmals orientieren sich die Menschen an ihren Vorbildern. Ein Gespür für kommende Must-Haves ist dabei genauso gefordert wie ein Wissen über das realistische Budget der Firma, für die man arbeitet. Schließlich geht es nicht darum nur ein T-Shirt oder eine Hose zu kaufen, sondern hohe Stückzahlen eines Models zu ordern. Und das nicht nur in den gefragten Größen, sondern auch in den richtigen Farben. Hier gehört dazu, dass man sich mit Inches und Sizes auskennt, die besonders gute Absätze finden, aber auch einschätzen kann, welche Randgrößen trotzdem benötigt werden. Das Letzte, was die Häuser und Modeketten brauchen, ist Ware, die niemand kauft, weil sie nicht dem Trend entsprechen.

An allem beteiligt
Aber auch logistisches Denken ist bei diesem Beruf ein Muss für den Mode Einkäufer. Denn wenn die Ware ankommt, muss sie einsortiert, vorteilhaft präsentiert und ausgezeichnet werden. Auch die Preismarge und der Verkaufspreis müssen berechnet werden. Hier arbeitet der Einkäufer meist mit der Deko-Abteilung und der Geschäftsführung zusammen. Ist also das ewige Rumreisen vorbei und der Store gefüllt, so ist nur wenig Zeit für Entspannung, denn schon bald stehen die Nachordern und die nächste Saison vor der Tür.

Spannender Job in allen Bereichen
Alles in allem aber ist der Modeeinkäufer eine interessante und beliebte Position, bei der es viel zu gewinnen gibt. Vor allen Dingen sind es die weitreichenden Erfahrungen, die man in Showrooms oder an Laufstegen sammelt, die den Beruf so spannend und wertvoll machen. Ein Modeeinkäufer, wenn er gut ist, kann so auch leicht Eintritt in die Creme de la Creme der Modebranche finden und viele wertvolle Kontakte knüpfen.

Mode Einkäufer werden
Den Beruf des Modeeinkäufers kann man leider nicht explizit lernen. Dafür aber ist es immer gut, wenn man vorher eine kaufmännische und wirtschaftliche Ausbildung absolviert hat – dies am besten in einem Unternehmen, welches mit Mode in Berührung kommt. Auch ein Grundinteresse für Mode sollte vorhanden sein.