Modulhaus: Vor- und Nachteile

Ein Modulhaus ist praktisch, preiswert und ausbaufähig, doch nicht immer entspricht die Idee von mobilem Wohneigentum Jedermanns Geschmack.


Das Modulhaus – die Idee ist nicht neu. Amerika und England sind Vorreiter dieser Idee, mobil zu wohnen und uneingeschränkt seine Lebensumstände je nach Joblage, persönlichen Gründen oder auch nach Lust und Laune bewusst zu varieren. Doch ist diese Idee auch wirklich ausgereift und für Jedermann geeignet oder bleibt es nur bei einer fiktiven, modernen und kreativen Idee, zu wohnen?

Nachteile von Modulhäusern
Je nachdem, wie weit ein Modulhaus transportiert werden muss, ist dies mit erheblichen Transportkosten verbunden. Stress, Zeitaufwand und das Risiko, sein Modulhaus nicht in der gewünschten Zeit geliefert zu bekommen, sind einzuberechnen. Ebenfalls besitzt ein Modulhaus bauliche und funktionale Einschränkungen, unter anderem was die Statik betrifft oder die Trittschalldämmung. Selten ist ein Modulhaus auch wirklich „all inclusive“ obwohl es sich um ein fertig beziehbares Haus handelt. Deshalb sollte man sich möglichst im Vorfeld über genaue Details und den Lieferumfang erkundigen. Was die Optik eines Containerhauses anbetrifft, ist sie meist zu modern für ländliche Gebiete – gar außerirderdisch – und ist eher unpassend für ein natürliches Umfeld. Desweiteren besitzt ein Modulhaus keinen Keller, ist also ein Eigenheim, das mit seinen circa 40 Quadratmetern eher für Singles konzipiert ist, dessen Nachhaltigkeit sich erst noch erweisen muss.

Vorteile von Modulhäusern
Trotz all den Nachteilen, weist ein solch mobiles Wohnkonzept auch zahlreiche Vorteile auf.
Zum einen ist mit der Flexibilität und Unabhängigkeit ein neues Wohn-und Lebensgefühl verbunden. Sobald der Wohnort nicht mehr gefällt oder ein Jobwechsel ansteht, ist ein unproblematischer Umzug möglich. Der Wohnwürfel kann in zwei Tagen ab- und wieder aufgebaut werden. Die Module können schnell und einfach aufeinandergestellt und beliebig erweitert werden und funktioniert nach dem simplen Plug-in-Prinzip. Zeit-und Kostenersparnis ist also ein wichtiger Faktor bei dieser Konstruktion. Ein solches Containerhaus ist ebenfalls sehr preisgünstig und besonders für junge Menschen geeignet, deren finanzielle Möglichkeiten beschränkt sind, die jedoch Flexibilität mit dem Wunsch nach einem Eigenheim kombinieren wollen. Die modulare Konstruktionsart bietet außerdem hohen individuellen Gestaltungsfreiraum, bei dem der designinteressierte Kunde selbst zum Architekten seines Eigenheims wird. Das Preis-Leistungsverhältnis eines solchen Systembaus ist somit das Hauptargument. Da das Erschließen von neuen städtischen Wohnflächen immer mehr gefragt ist und der stetige Zuzug in Metropolen immer wichtiger wird, ist eine solche Idee vom platzsparenden und praktischen Wohnwürfel nicht ganz verwerflich sondern bietet ganz neue Facetten einer modernen, urbanen Elite. Zuletzt ist man mit solch einem Modulhaus auch vor Wertverlust geschützt. Da man mobil ist, kann man seinen Wohnort ständig wechseln und muss keine Qualitätseinbußen befürchten, bezüglich Bau von Schnellstraßen, einer Klimakatastrophe oder gar einer Veränderung von Wohn- hin zu Industriegebieten.