Mögliche Folgen von Depressionen

Es gibt viele Folgen, die Depressionen nach sich ziehen können. Unter anderem kann Übergewicht eine dieser folgen sein. Aber auch eine Erkrankung an Diabetes mellitus kann nach Depressionen auftreten


Auch nach einer erfolgreichen Therapie besteht für viele Depression-Patienten noch die Gefahr, an Folgen einer Depression zu erkranken. Das Risiko eines Rückfalls liegt bei 50 %; jeder Zweite wird nach der Beendigung einer depressiven Phase in der Zukunft wieder von einer Depression heimgesucht.

 

Doch nicht nur ein erneutes Auftreten von Depressionen ist eine mögliche Folge, sondern auch zahlreiche andere Erkrankungen, die oftmals keine Symptome während einer depressiven Phase als Vorzeichen vorausschicken.

 

Depressionen haben auch körperliche Auswirkungen
Depressive Erkrankungen beeinflussen den Verlauf körperlicher Krankheiten und lösen diese häufig auch aus. Die Annahme, dass körperliche und seelische Ursachen für Krankheiten nicht miteinander zusammenhängen, ist längst überholt und gerade die Folgen einer Depression belegen dies. Langzeitstudien haben ergeben, dass das Risiko, an einer späteren koronaren Herzkrankheit zu leiden, bei Menschen mit unbehandelter Depression mehr als doppelt so hoch ist wie bei Menschen ohne Depression. Personen, die zum Zeitpunkt eines Herzinfarktes zusätzlich auch eine depressive Phase durchleben, befinden sich in einem dreifach erhöhten Risiko, innerhalb der folgenden zwölf Monate einen erneuten, tödlichen Infarkt zu erleiden. Auch Krebserkrankte mit depressiven Erkrankungen haben innerhalb der nächsten fünf Jahren eine mehr als doppelt so hohe Mortalitätsrate. Dies zeigt: Folgen einer Depression sind oftmals lebensbedrohlicher als die vorhergehenden depressiven Phasen.

 

Übergewicht häufige Folge einer Depression
Zu Folgen einer Depression gehören jedoch auch zum Teil chronische Erkrankungen, die bereits weit verbreitet sind und auf den ersten Blick nicht viel mit einer Depression gemein haben, wie etwa Diabetes mellitus, die häufig als einer der zahlreichen Faktoren zum Entstehen einer Depression oder als eine ihrer Folgen diagnostiziert wird. Auch Übergewicht kann, besonders bei Mädchen und Frauen, die Folge einer Depression sein. Depressive Frauen und Mädchen weisen einer Depression folgend, im Durchschnitt einen höheren Body-Mass-Index auf, als Menschen ohne psychische Beschwerden. Auch mehrere Jahre nach einer erfolgreichen Therapie leiden viele Frauen und Mädchen erstmalig oder noch immer an Übergewicht. Ein bestimmender Faktor dafür ist das Alter zum Zeitpunkt des Einsetzens der depressiven Phasen. Eine Studie über die Folgen einer Depression hat gezeigt, dass das Alter bei der Erkrankung eine zentrale Rolle spielt: Je jünger die Betroffenen beim Auftreten der Depression sind, desto größer ist in den folgenden Jahren die Gewichtsdifferenz zu gleichaltrigen Personen.