Mördermuschel: Klassifizierung und Haltung

Die Mördermuschel, ein Mysterium unter den Muschelarten, die aber eigentlich nur ein wunderschöner Biofilter und einer Bereicherung für jedes Aquarium ist.


Die verschiedensten Mythen ranken sich um die Riesenmuscheln. Noch heute werden sie auch Mördermuscheln genannt, da man ihnen nachsagt, dass sie nach Tauchern oder anderen Lebewesen schnappen sollen und diese in der Tiefe festhalten würden. Interessant zu erwähnen ist noch, dass man vor allem in Asien glaubt, dass der Verzehr des Muschelfleisches, insbesondere des Schließmuskels, eine aphrodisierende Wirkung habe. Dort ist diese Muschelart auf Grund von Überfischung schon vom Aussterben bedroht.

Klassifizierung
Fossilfunde belegen, dass die ältesten Riesenmuscheln wohl schon aus dem Ypresium (Eozän, Paläogen) stammen. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Größe von circa 1,4 Metern Länge. Die Schale wird acht bis zehn Zentimeter dick und bei einem maximalen Gewicht von 400 Kilogramm, sollte man sich wohl besser nicht mit ihr anlegen. Ihr Lebensraum ist der Indo-Pazifischen Raum. Dort besiedeln sie vor allem Korallenriffe. Riesenmuscheln können ein Alter von bis zu 200 Jahren erreichen.

Wie kommen die Riesenmuscheln zu dem Beinamen Mördermuscheln?
Diesen Namen haben sie ihrem ausgeprägten Helligkeitssinn zu verdanken. Als Schutz vor Feinden besitzt die Riesenmuschel einen ausgeprägten Schließreflex. Bei Veränderungen der Licht- oder Schattenverhältnisse in ihrer Nähe, was prinzipiell darauf hindeuten könnte, dass sich ein Feind in ihrer Nähe befindet, schließt sie sich mit großer Kraft.

Haltung
Literatur zu den Riesenmuscheln kann man in Hülle und Fülle bekommen, da sie die Aquarianer seit dem Import der ersten Tiere begeistern. Damit Riesenmuscheln sich wohl fühlen können, benötigen sie eine hohe Beleuchtungsstärke und optimale Wasserbedingungen. Sollten diese Bedingungen nicht optimal sein, verlieren die Mördermuscheln schnell ihre schöne Färbung. Am besten sind sie in einem Gewässer mit nicht zu starker Strömung aufgehoben. Es ist unbedingt notwendig, die Wassertemperatur konstant bei circa 29 Grad zu halten. Wenn man all diese Hinweise befolgt, hält sie sich bei manchen Aquarianern sehr gut und wächst und gedeiht, bei anderen leider nicht. Oft führen die nicht ganz optimalen Bedingungen im Aquarium dazu, dass die Muschel zu sehr geschwächt wird um Überleben zu können. Grundsätzlich kann man sagen, dass Mördermuscheln wirklich sehr schöne Aquariumbewohner sind, jedoch nichts für Anfänger und nur für Menschen, die sehr viel Zeit für ihre Pflege haben, da die Haltung äußerst anspruchsvoll ist.