Anders als beim Auto oder Motorrad wird für das Bedienen eines Mofas kein Führerschein benötigt. Den "Führerschein" erhält man in Form einer Prüfbescheinigung. Dennoch kommt man auf dem Weg zur Mofaprüfung um eine theoretische und praktische Ausbildung nicht herum.
Mit geringem Aufwand zur Mobilität
Um zur Mofaprüfung zugelassen zu werden, muss zunächst ein theoretischer Teil in der Fahrschule seiner Wahl absolviert werden. Dieser umfasst mindestens 6 Doppelstunden zu 90 Minuten. Hier lernt der Mofaanwärter sich verkehrsgerecht und rücksichtsvoll zu verhalten. Ebenfalls wird er über die Auswirkungen technischer Manipulationen am Mofa und den damit verbundenen Rechtsfolgen aufgeklärt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung verantwortungsbewussten Handelns im Straßenverkehr. Dies ist auch erforderlich, denn ein Mofafahrer ist genauso ein Verkehrsteilnehmer wie ein Auto, -oder Motorradfahrer, auch wenn er mit maximal 25 Kilometer pro Stunde deutlich geringere Geschwindigkeiten erreicht.
Nach der Theorie kommt die Praxis
Mit Beendigung des theoretischen Teils hat der Fahrschüler noch eine 90-minütige Doppelstunde auf dem Mofa zu absolvieren. Die sichere Handhabung des Fahrzeugs sowie das Abbremsen und Ausweichen stehen dabei im Vordergrund. Zu den praktischen Elementen gehören ebenfalls das Anfahren und Halten, das Fahren eines Kreises, das Wenden und das Fahren mit Schrittgeschwindigkeit. Diese Übungen sind laut Gesetzgeber außerhalb öffentlicher Straßen oder in verkehrsarmen Bereichen durchzuführen.
Es gibt nur eine Theorieprüfung
Wenn der Fahrlehrer den Schüler geeignet genug dafür hält, das Mofa sicher durch den Verkehr zu führen und hat der Schüler mindestens fünf der sechs Theorieeinheiten besucht, meldet ihn der Fahrlehrer zur Mofaprüfung an. Für die Ausstellung der Prüfbescheinigung benötigt der Prüfling lediglich sein Passfoto und muss vor Ort, die für den jeweiligen TÜV-Standort anfallenden Prüfungsgebühren bezahlen. Zu guter Letzt sollte er die Mofaprüfung natürlich erfolgreich absolvieren. Deshalb ist es ratsam sich eindringlich auf den Test vorzubereiten. Die Mofaprüfung erfolgt schriftlich in Form von Theoriebögen und beinhaltet Fragen zu verkehrstheoretischen Situationen. Mit Bestehen der Prüfung stellt der TÜV dem Absolventen die Prüfbescheinigung aus und der Fahrschüler ist fortan zum Führen eines Krads bis 50 Kubikzentimeter und 25 Kilometer pro Stunde Maximalgeschwindigkeit, eben eines solchen Mofas, berechtigt. Eine praktische Fahrprüfung ist nicht erforderlich.