Moleskine Kalender: Zeitlos, nützlich und historisch bedeutungsvoll

Die kleinen, äußerlich eher unscheinbaren Kalender und Notizbücher in verschiedenen Formen und Farben erlangten durch eine Legende Kultstatus.


Erzählt wird, dass Künstler und Intellektuelle wie Pablo Picasso, Vincent van Gogh und Ernest Hemingway die Moleskine Kalender gerne und häufig benutzten. Sie schrieben ihre Gedanken hinein oder fertigten Skizzen darin. Nicht selten sollen aus diesen ersten Überlegungen große Kunstwerke entstanden sein. Auch der Schriftsteller Bruce Chatwin war ein großer Fan der schwarzen Bücher. Er kaufte seine Moleskine Kalender regelmäßig in einer kleinen Papeterie in Paris. Als die Verkäuferin ihm 1986 mitteilte, dass der Hersteller die Produktion der Hefte eingestellt hatte, erwarb er alle Exemplare, die er noch finden konnte. Seinen Bedarf konnte er damit jedoch nicht decken und so gingen ihm in Australien bald darauf die Notizbücher aus.

Die Wiedergeburt einer Idee
Viele Jahre waren die praktischen Kalender vom Markt verschwunden. Erst 1998 nahm ein Mailänder Verleger die Herstellung wieder auf. Ihr Aussehen orientierte sich dabei an den Schilderungen, die sich in Bruce Chatwins Reisebeschreibungen fanden. Zunächst wurden die Kalender nur in einer kleinen Auflage produziert. Bald wurde das inzwischen unter dem Namen Moleskine geschützte Buch auch erfolgreich in Europa, Asien und den USA verkauft. Die Nachfrage wuchs von Jahr zu Jahr. Heute zählen die Moleskine Kalender zu den Klassikern unter den Notizbüchern.

Der Kalender und seine Ausstattung
Über die Jahrhunderte hat sich der Moleskine Kalender äußerlich kaum verändert. In der zeitlos, schönen Grundausstattung hat er abgerundete Ecken und besteht aus chlorfrei gebleichtem Papier, das mit Zwirn zusammen gehalten wird. Auf dem Einband findet sich auf der Rückseite der geprägte Schriftzug Moleskine. Mit einem schwarzen Gummiband kann der Kalender verschlossen werden, mit dem ebenfalls schwarzen Lesebändchen lässt sich die gewünschte Seite markieren. Auf der letzten Seite ist eine Falttasche angebracht, in der sich Zettel oder Visitenkarten verstauen lassen. In ihr befindet sich beim Kauf die Geschichte von Moleskine.
Die Moleskine Kalender waren ursprünglich nur in schwarz erhältlich, inzwischen gibt es auch rote und mehrfarbige Exemplare. Der Käufer kann zwischen Tagebuch, Wochenbuch, Monatsbuch und dem Kalender für 18 Monate wählen. Weiterhin gibt es Wochen- und Monats-Notizbücher, bei denen auf der linken Seite noch reichlich Platz für Notizen ist. Die Hardcover-Ausgaben haben zusätzliche Einlagen, wie beispielsweise Register oder Adresshefte, die in den Folgekalender übernommen werden können.