Molkefasten gegen den Muskelabbau

Im Fall von Molkefasten haben wir es mit einer abgewandelten Form des Heilfastens zu tun. Mit dieser Methode soll vor allem Muskelabbau vorgebeugt werden.


Das Molkefasten hat das gleiche Ziel wie eiweißunterstütztes Fasten. Es soll das Muskelgewebe während des Fastens erhalten und die Vitalstoffzufuhr sicherstellen. Dazu wird etwa ein Liter Molke am Tag getrunken. Da sie Laktose, also Milchzucker enthält, eignet sie sich nicht für Menschen mit Laktoseintoleranz.

Durchführung der Kur

  • Bei Molke handelt es sich um eine Art Abfallprodukt bei der Käseherstellung und wird daher auch „Käsewasser“ genannt. Sie ist sehr vitamin- und mineralstoffreich, besitzt viel hochwertiges Milcheiweiß, Kohlenhydrate und gleichzeitig kaum Fett.
  • Über den Tag verteilt sollten Sie beim Molkefasten insgesamt einen bis anderthalb Liter Molke trinken. Zusätzlich kommen um die drei Liter Tees, Säfte und stilles Mineralwasser dazu. Gut geeignet sind dafür Pflanzensäfte aus zum Beispiel Brennnessel, Kamille, oder Löwenzahn. Dies kann man einige Tage bis hin zu vier Wochen lang machen.
  • Die Molke kann man als Mixgetränk mit Fruchtsaft kaufen oder in Form von Molkepulver, welches mit Wasser angerührt wird. Außerdem gibt es noch die sogenannte Kur-Molke. Sie ist zusätzlich mit Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralien angereichert.

Entlastungstage und Fastenbrechen

  • Für Fastenwillige gilt hier das gleiche wie für alle anderen Fastenformen: Zur Einführung und Eingewöhnung des Körpers finden vor der eigentlichen Kur Entlastungstage statt. Die Nahrung sollte dann aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten, wie Kartoffeln, Rohkost und fettarmen Lebensmitteln bestehen.
  • Nach der Kur folgt das sogenannte Fastenbrechen. Es besteht ebenfalls, wie die Entlastungstage, aus leicht verdaulicher Kost und einer verminderten Kalorienaufnahme. Personengruppen, die man vom Fasten ausschließt, sind Schwangere, Stillende und geistig oder körperlich Beeinträchtigte.

Molkefasten aus Sicht von Ernährungsexperten

  • Molke wird in vielerlei Hinsicht als eine Art Allheilmittel gesehen, das sich zum Beispiel aufgrund der Milchsäure positiv auf die Darmflora auswirkt. Zur reinen Reduzierung des Gewichtes eignet sich das Molkefasten, wie fast alle Fastenformen, nicht.
  • Molkefasten sollte lediglich als Maßnahme dienen, während der Kur den Körper zu reinigen und zu entschlecken. Anschließend sollte man einen gesünderen Lebensstils mit veränderten Ernährungsgewohnheiten einleiten und seinem Körper so etwas Gutes tun.