Moodboard: Basteln für den Wohntraum

Mithilfe von einem sogenannten Moodboard können Sie Ihre zukünftige Einrichtung planen. Mit ihm erhalten Sie einen ersten bildlichen Eindruck.


Sie planen, Ihr Wohnzimmer zu renovieren, haben aber außer der zukünftigen Wandfarbe noch gar keine Vorstellung, welche Möbel, Gardinen oder Lampen dazu kombiniert werden sollen? Eine wichtige Entscheidungshilfe kann ein sogenanntes Moodboard sein.

Was ist ein Moodboard?
Zu deutsch ist ein Moodboard etwas wie ein „Stimmungsbrett“. Was sich ein wenig mysteriös anhört, ist bereits seit vielen Jahren Praxis in Werbe- und Designagenturen. Die detaillierte bildliche Darstellung soll dem Kunden einen ersten Eindruck vom späteren Produkt vermitteln. Auch im Innendesign hat sich das Prinzip, vor dem Einrichten ein Moodboard anzufertigen, lange bewährt.

Ein Moodboard ist nichts anderes als ein Kartonbogen, auf dem collagenartig Fotos, Zeichnungen, Stoffproben und Text gesammelt werden, um so einen Gesamteindruck vom späteren Zimmer zu erhalten. Ideen werden in Bildform festgehalten; ein Moodboard ist so in der Lage, einen atmosphärischen Eindruck vom zukünftigen Zimmer zu vermitteln. Die Anordnung der einzelnen Elemente auf dem Papier ermöglicht ebenfalls eine bessere Planung und verhindert teure Fehlkäufe.

Ideen sammeln
Wie gehen Sie nun vor, um sich ein persönliches Moodboard, zum Beispiel für das Wohnzimmer anzulegen? Beginnen Sie mehrere Wochen vor der geplanten Renovierung mit dem Sammeln von Fotos, Stoff- und Textilproben und der Idee, wie das Zimmer aussehen soll. Durchstöbern Sie Einrichtungsmagazine, erkunden Sie Möbelhäuser und machen Sie Fotos von Gegenständen, die Sie schon immer haben wollten.

Anfertigen eines Moodboards für einen Raum
Zunächst sollten Sie die Basiselemente festlegen, das heißt, Sofa, Schrankwand und Bodenbelag. Platzieren Sie dazu ein Foto vom Wunschobjekt oder ein Lookalike auf dem Moodboard. Nun ergänzen Sie die Wandfarben, die Ihnen gefallen. Welche Gardinen passen dazu, welche Vasen, Bilderrahmen oder Stuhlbezüge? Arrangieren, kombinieren und ergänzen Sie. Geben Sie sich nicht gleich mit dem ersten Entwurf zufrieden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihnen das finale Moodboard gefällt, schlafen Sie eine Nacht darüber oder befragen Sie Bekannte nach Ihrem Eindruck. Das Anfertigen eines Moodboards ist eine intuitive Angelegenheit. Gehen Sie in einen Nähbedarf und erfühlen Sie die verschiedenen Stoffe. Das Bild des Sofas passt nicht mehr zum restlichen Zimmer? Weg damit. Solange Sie nicht hundertprozentig zufrieden sind, sammeln Sie weitere Fotos und Farbmuster. Erst wenn ein harmonisches und in sich stimmiges Gesamtbild entstanden ist, können Sie die einzelnen Elemente aufkleben.

Raumelemente im Kleinformat
Auf Ihrem Moodboard sollten alle wichtigen Elemente des zukünftigen Zimmers in Bild-, Text- oder Musterform vertreten sein. Haben Sie ein Foto von der Couch und der Schrankwand und wie sieht es mit dem Bodenbelag, den Gardinen, der Wandfarbe und den Wohnaccessoires aus? Sie sollten bei der Auswahl der Bilder auch immer auf die Proportionen achten, das heißt, das Bild der Couch sollte größer sein als das der Lampe. Die Gestaltung des Layouts ist eher unwichtig, wie Sie die einzelnen Elemente anordnen, spielt keine Rolle.