Moorkienwurzel im Aquarium - Eigenschaften und Tipps

Herkunft, Eigenschaften und Tipps für die Moorkienwurzel: Wo kommt sie her und welche Vorteile bringt sie?


Moorkienwurzeln sind beliebte
Dekorationsmittel im Aquarium. Eine Moorkienwurzel ist eigentlich
mehr eine Art Oberbegriff für die Überreste toter Baumwurzeln oder
Äste, die über Jahre im Moor lagen. Dies schafft die Grundlage für
ihre gute Eignung als Holz für das Aquarium, denn durch die Säuren
des Moors imprägniert, fault das Holz im Wasser nicht. Ein Problem
für unerfahrene Aquarianer ist aber, dass viele Hölzer unter diesem
Begriff verkauft werden, ohne wirklich eine echte Wurzel zu
sein.

Wie entstehen diese Wurzeln?
Moorkienholz stammt
aus Mooren, wie beispielsweise deutschen Hochmooren. Mehrere tausend
Jahre lang sammelte sich an solchen Stellen Faulschlamm aus
verfaulten Pflanzenresten. Nach gut 2000 Jahren entsteht daraus Torf.
Nach weiteren etwa 1.500 Jahren ist das Hochmoor fertig und wächst
ab da nur noch. Moorkienwurzeln können also uralt sein. Der
Sauerstoffmangel und der niedrige PH-Wert, konservieren während
dieser Zeit die unterirdischen Holzvorräte. Moorkienwurzeln werden
beim Torfabbau für gewöhnlich als Abfall behandelt, doch einige
kommen auch in den Handel.

Woran erkennt man eine echte
Moorkienwurzel?

Echtes Moorkienholz kann man leider erst mit
viel Erfahrung erkennen. Hat man die Möglichkeit und das Vertrauen,
kann man sich im Verein oder einem Tiergeschäft informieren und
beraten lassen. Man sollte dabei aber beachten, dass die meisten
Händler sich mit dem Thema selber nicht oder nur ungenügend
auskennen. Beim Kauf sollte man darauf achten, die Wurzel möglichst
selber begutachten zu können. Die Wurzeln haben im nassen Zustand
eine rötlich-braune Färbung, die man gut bei Licht erkennen sollte.
Weiterhin dürfen sie keine unnatürlichen Flecken haben. Die Wurzel
muss glatt und leicht rutschig aber nicht glitschig sein. Sie darf
nicht zu schwer sein und nicht faulig riechen.

Vorteile im
Aquarium

Moorkienwurzeln wird nachgesagt, mit der Anreicherung
des Wassers durch ihre Gerbsäuren einen Infektionsschutz für Tiere
zu erstellen. Das soll aber nur gegeben sein, wenn die Menge gering
ist, also regelmäßig das Wasser gewechselt wird. Die Tiere fühlen
sich aber allgemein in einem solchen Wasser wohler, die Laich-
beziehungsweise Paarungsbereitschaft steigt und niederen Lebewesen
hilft es bei der Häutung. Man erkennt die Anreicherung des Wassers
daran, dass es sich leicht bräunlich färbt. Die Wurzeln dienen den
Tieren aber auch als Schutz und Versteck.