Mosaikfadenfisch: Farbenfroher Schönling aus Asien

Der Mosaikfadenfisch ist mit bis zu zwölf Zentimeter der kleinste, aber farbenprächtigste Labyrinthfisch und ein beliebter Fisch in unseren Aquarien.


Sein natürlicher Lebensraum ist in Indonesien, Borneo, Sumatra und Thailand. In Südostasien ist der Mosaikfadenfisch ein begehrter Speisefisch, in Europa ein beliebter Aquarienfisch und gehört mittlerweile zum Standardangebot in Zoohandlungen.

Mit Sicherheit einer der schönsten Labyrinthfische

  • Der Mosaikfadenfisch lebt in sauerstoffarmen, stehenden und warmen Gewässern und Tümpeln. Der Wasserstand beträgt oft nicht einmal mehr als 15 Zentimeter. Warum er in solchen Gewässern überleben kann liegt an seinem so genannten Labyrinthorgan, mit dem er atmosphärische Luft atmen kann. Sein Ernährungsplan besteht vornehmlich aus Weichtieren, Kleinkrebsen, Insekten und deren Larven.
  • Die Männchen verhalten sich zwar territorial und grenzen ein Revier ab, in dem später das Schaumnest gebaut wird. Grundsätzlich sind sie eher friedliche Tiere. Körper und Flossen haben eine netzartige Musterung und glänzen silbern mit einem perlmuttartigen Schimmer.
  • Auffällig ist der horizontale schwarze Strich, der von der Schwanzwurzel bis hin zum Auge hin verläuft. Die Männchen haben deutlich längere und spitz ausgezogene Flossenstrahlen als die Weibchen. In der Paarungszeit färbt sich der Bauch-Kehlbereich der Männchen leuchtend rot. In dieser Ausfärbung ist das Männchen ein richtiges Prachtstück.

Die Haltung im Aquarium und die Zucht

  • Diese Fische sind unempfindliche Tiere, sollten jedoch immer paarweise gehalten werden. Da der Mosaikfadenfisch eher ruhebedürftig ist, ist eine Vergesellschaftung mit quirligen oder rauflustigen Fischen zu vermeiden. Wichtig ist eine gute Bepflanzung mit Versteckmöglichkeiten für das Weibchen, da das Männchen sie während der Balz heftig jagt. Die Temperatur der Luft zum Wasser darf sich nicht viel unterscheiden.
  • Der Mosaikfadenfisch ist ein Allesfresser. Dementsprechend sollte das Futter abwechslungsreich sein. Die Zucht ist bei entsprechenden Wasserwerten und ausreichender Ruhe für die Elterntiere relativ leicht. Das Männchen baut ein Schaumnest. Ist der Bau beendet fängt das Männchen an zu balzen und versucht das Weibchen unter das von ihm gebaute Schaumnest zu locken, um sich mit ihm zu paaren. Nach dem Ablaichen wird das Weibchen vom Männchen vom Schaumnest vertrieben.
  • Das Männchen übernimmt ab sofort alleine die weitere Brutpflege. Der Schlupf der Larven erfolgt in Abhängigkeit von der Temperatur nach 24 bis 30 Stunden. Bereits nach zwei bis drei Tagen schwimmen die Jungen frei. Die Lebenserwartung der Fische beträgt in Gefangenschaft etwa zehn Jahre. Der Mosaikfadenfisch entwickelt sich bei richtiger Pflege zu einem prachtvollen Exemplar, das dazu noch extrem ausdauernd ist.