Motorhäcksler - was man beim Kauf beachten sollte

Bei der anfallenden Gartenarbeit sind die verschiedenen Motorhäcksler unverzichtbar und stellen einen Beitrag zur Bodenverbesserung dar.


Wohin nur mit den ganzen Grün- und Schnittabfällen, die im Garten alljährlich anfallen? Durch Verbrennung entsteht viel Rauch und damit auch eine Belastung für Mensch und Umwelt. Der Motorhäcksler ist eine saubere Lösung. 

 

 

Verwendung des Schnittgutes

Vor dem Kauf sollte die Größe des Grundstückes bedacht werden und die Menge, die zerkleinert werden soll: Rosenschnitt, Sträucher, Büsche, Bäume, Laub oder andere weiche Materialien – nicht jeder Häcksler kann alles zerkleinern. Wollen Sie das Schnittgut zum Mulchen oder Kompostieren nutzen? Mulchen bedeutet eine Abdeckung der Bodenschicht, die vor Austrocknung, Verschlammung und Unkräuter schützt. Geräte mit Messern erzeugen kleine Holzschnitzel, die zum Mulchen geeignet sind und langsam verrotten. Zum Kompostieren sollten die Pflanzenfasern aufgebrochen werden. So können die Mikroorganismen schneller eindringen und das Häckselgut zu Humus verarbeiten. Geräte mit Walzen zerquetschen das Schnittgut und ermöglichen eine schnelle Verrottung.

Die verschiedenen Arten der Motorhäcksler

Es stehen verschiedene Leistungsklassen zur Auswahl. Elektrisch betriebene 2.000 Watt Geräte sind für vorwiegend dünnes Geäst, nicht dicker als drei Zentimeter, geeignet. Geräte mit 2.000 bis 2.500 Watt schaffen Äste bis vier Zentimeter. Starkstrom betriebene Geräte können auch bis acht Zentimeter Aststärke zerkleinern. Ein entsprechender Stromanschluss muss dafür vorhanden sein oder installiert werden. Bei den angegebenen Aststärken sollte auch bedacht werden, dass an Verzweigungsstellen der Ast durchaus dicker ist und das Gerät schnell an seine Grenzen stößt. Motorhäcksler mit einem Verbrennungsmotor sind eher im professionellen Bereich anzusiedeln, da der Motor bei zu geringer Nutzung wartungsanfällig ist. Um Verstopfen zu vermeiden, sollten Sie auf ein hohes Drehmoment achten.

Weitere Faktoren

Häcksler mit Messerschneiden sind eine günstige Variante. Diese Geräte arbeiten sehr schnell, sind aber für Verstopfungen anfällig. Da sie im Betrieb sehr laut sind, sollte immer ein Gehörschutz getragen werden. Messer werden schnell stumpf oder beschädigt, wenn sie mit Steinen, Erde oder Metall in Berührung kommen. Spezielle Holzhäcksler besitzen eine kleine Öffnung und arbeiten mit Messern. Universalhäcksler besitzen einen großen Einfüllschacht und zerkleinern fast alles durch die zusätzlichen Kornmesser, die beim Einfüllen bereits vorzerkleinern. Dagegen sind Häcksler mit Walzenschneidewerk wesentlich leiser, da sich die rotierende Walze langsamer bewegt und das Schnittgut gegen die Gegenplatte zerquetscht. Sie werden daher auch Leisehäcksler genannt. Oft verfügen sie auch über einen automatischen Einzug. Das Mahlwerk arbeitet sehr kraftvoll. Diese Geräte sind schwer. Zum Transportieren sollte das Gerät über Räder verfügen. Neuerungen wie Wendelhäcksler oder Spindel arbeiten mit einem schneckenförmigen Häckselwerk. Es zieht das Häckselgut langsam ein und zerkleinert es, dadurch ist es auch leise. In Geräten mit Kegelkopfschneidewerk sind auf einem schweren und rotierenden Kegel Messer montiert. Das Schlagen langer Äste wird damit verhindert. Häufig sind bereits Geräte mit schallgedämmten Trichtern zu finden. Damit Sie an Ihrem Motorhäcksler lange Freude haben, sollten Sie das Gerät einer regelmäßigen Pflege unterziehen und die Gebrauchsanweisung genau beachten.