Motorinstandsetzung: Wann lohnt sie?

Bei einer Motorinstandsetzung wird der Motor in seine Einzelteile zerlegt und Altes durch Neues ersetzt – je nach Werkstatt kann der Kunde selbst entscheiden welche Teile ersetzt werden sollen.


Ersetzt werden bei einer Motorinstandsetzung oft Kolben- oder Zylindergarnitur, die Kurbelwelle, die Kupplung, die Wälz und/oder Gleitlager und die Wellendichtringe. Der Kilometerstand wird nach dieser Verjüngungskur zurück in den Anfangszustand versetzt und zwar bei einer Laufleistung von nur wenigen Kilometern. Die Kosten können sich je nach Modell und Baujahr sowie Zustand des Motorblocks auf über 10.000 Euro belaufen. Man könnte den alten Motorblock auch einfach durch einen neuen ersetzen, was sich allerdings als noch viel teurer rausstellt. Daneben gibt es noch andere gute Gründe, sich für eine Motorinstandsetzung zu entscheiden.

Neuwagen oder Gebrauchtwagen

In der Regel lohnt es sich einen der folgenden Motoren instand zu setzen: sechs Zylinder, welcher überwiegend in Sportwagen zu finden ist (Big Block), vier bis fünf Zylinder, eher zu finden in Familienwagen und Amerikanischen Personenkraftwagen (Small Block) und doppelgenocker Motorblock mit 24 Zylindern, welche bei Dragstar eingesetzt werden. Neuwagen sollten jedenfalls wenige Kilometer aufweisen, bei Gebrauchtwagen sollte es sich um Wagen mit hohem Sammlerwert oder Liebhaberobjekte handeln, daher kann es auch der alte Trabi sein, welcher in Opas Scheune auf neues Leben wartet. Übrigens muss man einen Oldtimer mit einer Motorinstandsetzung nicht jedes Jahr vorführen.

Ist eine Motorinstandsetzung sinnvoll?

In der Regel werden Neuwagen mit einem Wagenwert ab 40.000 Euro eher für Rennen oder bei einem Wiederverkauf instand gesetzt. Gebrauchtwagen oder Oldtimer sind Liebhaberobjekte, also Wagen mit einer Geschichte oder einer Fangemeinde.
In beiden Fällen erhält ein Wagen mit einer Motorinstandsetzung neben einer längeren Lebensdauer auch ein ruhigeres Fahrverhalten durch die Wiederherstellung der original Leistung sowie das Resultat von verringerten CO2 Emissionen und der positiven Eigenschaft des Vorbeugens eines Totalschadens. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich je nach Marke und Modell auch ein verringerter Verbrauch einstellen kann. Natürlich erhöht sich abhängig von Wagenmarke, Baujahr und Kilometeranzahl der Wagenwert um 40 bis 60 Prozent.
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert eine Motorinstandsetzung von einem Fachmann in einer Werkstatt machen zu lassen, da je nach Motorblock spezielle Werkzeuge benötigt werden, welche der Laie oft nicht zur Hand hat. Auch sollte man das Positive an einer von der Werkstatt ausgestellten Garantie zur Motorinstandsetzung nicht unterschätzen.