Motorradheber selbst bauen?

Nützliche Dinge selber bauen - eine Versuchung für jeden Bastler, die beim Motorradheber jedoch lieber der Vernunft weichen sollte.


Wir alle lieben unser Motorrad. Und wer sein Motorrad liebt, der schiebt natürlich nicht, wie gerne behauptet, sondern der fährt es mit vollem Genuss. Doch wo gehobelt wird, dort fallen Späne. Und wo Gas gegeben wird, dort gibt es demnach auch Verschleiß. Der Motorradheber ist ein unerlässliches und wichtiges Hilfsmittel für alle, die ihre Bikes nicht nur fahren, sondern auch entsprechend warten wollen.

Ein echter Bastler bastelt
Und zwar alles. Vom Austauschen des Hinterrades, über die Arbeit an der Radaufhängung, bis hin zum Finetuning von Einspritzer und Co., der Motorradheber ist allgegenwärtig. Warum kann man diesen nicht auch einfach selber bauen? Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei nur um ein bisschen Stahl, das entsprechend zusammengeschweißt wird – vereinfacht ausgedrückt. Und tatsächlich? Tatsächlich kommt auch noch Gummi zum Einsatz, um das Motorrad an Auflageflächen möglichst vor Beschädigungen zu schützen. Nicht zu vergessen die Rädchen, die ihn praktikabler und mobiler machen und im besten Fall eine hydraulische, mindestens aber manuelle, Hebevorrichtung.
Doch wer sich ein wenig auskennt mit den herkömmlichen Schweißverfahren, der kann einen einfachen Motorradheber selber bauen. Vermutlich gleicht dieser aber vielmehr einer Motorrad-Aufhängung.

Praktikabler Nutzen und Preis- Leistungsverhältnis
Sofern man nicht zufällig ein Schweißgerät, Schutzausrüstung und Rohmaterial zur Verfügung hat, dies somit alles erst angeschafft werden muss, dürfte sich ein Eigenbau kaum lohnen. Obwohl der Vorteil den Motorradheber an das eigene Gefährt anzupassen verlockend klingen mag, so ist der Erwerb eines Neugerätes doch nicht allzu gewichtig, da es sehr einfache Modelle (die in etwa vergleichbar sein dürften mit dem, was man selbst in Eigenregie bauen kann) bereits ab 20 Euro zu kaufen gibt. Allein der Aufwand an Gas zum Schweißen wäre vermutlich teurer.

Sicherheit durch Garantie
Doch selbst als geübter Handwerker mit guten und günstigen Bezugsquellen sollte man sich das gut überlegen. Denn neben praktischem Nutzen und eventuellem Geldersparnis, was fraglich bleibt, gibt es noch einen weiteren Grund, der gegen den Motorradheber als Eigenbau spricht: der Garantiefall. Denn nur der Hersteller eines Endproduktes gewährleistet sowohl in Sachen Verarbeitung, als auch in Fragen der Belastungsgrenze von Material und Schweißnähte absolute Sicherheit und haftet bei Produktions- und Materialfehlern für den Motorradheber, unter Umständen vielleicht sogar für, am Motorrad entstandene, Schäden. Zusammenfassend lässt sich demnach sagen: Wer sein Motorrad liebt, der fährt es mit Genuss und wartet es mit Bedacht, auch in Bezug auf seinen Motorradheber.