Motorradprüfung: Bedingungen und Lernhilfe

So gehen Sie selbstbewusst und gut vorbereitet in die Motorradprüfung.


Jeder, der kurz vor der Motorradprüfung steht, fragt sich, wie er am besten für die anstehende Prüfung lernen kann und welche Bedingungen er überhaupt erfüllen muss, um an der Prüfung teilnehmen zu können. Bei einer Erweiterung des Führerscheins von B auf A müssen 10 Theoriestunden á 90 Minuten absolviert werden, wobei 6 Stunden allgemeiner Grundstoff und 4 Stunden zusätzliche Motorrad-Theorie behandelt werden. Bei der Theorieprüfung wird in diesem Fall ein Bogen mit 10 Fragen Grundstoff und 10 Fragen Zusatzstoff Klasse A geprüft, wobei die maximale Fehlerzahl bei 6 liegt.

Auto- und Motorradführerschein zusammen machen
Sollten Klasse B und A gleichzeitig absolviert werden, müssen insgesamt 18 Theoriestunden (12 Stunden Grundstoff, 2 Stunden Pkw und Anhängertheorie und 4 Stunden Motorrad-Theorie) besucht werden. In diesem Falle werden bei der Theorieprüfung 20 Fragen Grundstoff, 10 Zusatzfragen Pkw und 10 Fragen Motorrad-Theorie geprüft. Es werden Grundstoff plus Zusatzfragen Klasse A und Grundstoff plus Zusatzfragen Klasse B getrennt bewertet wobei jeweils nicht mehr als 10 Fehlerpunkte erreicht werden dürfen, außer es handelt sich um 2 Fragen mit der Wertigkeit 5, was als durchgefallen gilt.

Anfänger ohne Führerschein
Jemand der noch nicht im Besitz eines Führerscheines ist und mit der Klasse A einsteigt, muss 12 Theoriestunden Grundstoff und 4 Zusatzstunden Motorrad absolvieren und bei der Prüfung 20 Grundstoff- und 10 Zusatzfragen beantworten. Auch hierbei gilt: höchstens 10 Fehlerpunkte, 2 Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet bedeutet auch hier: durchgefallen. Wer aber fleißig für die Prüfung lernt und auch schon den erfordelichen Erste-Hilfe-Kurs und Sehtest absolviert hat sowie die Papiere beim Bürgerbüro beantragt hat, kann beruhigt zur Prüfung gehen.

Die Praktische Motorradprüfung als letzte Hürde
Kurz nach Bestehen der Theorieprüfung steht die Praktische Motorradprüfung an. Vorher jedoch müssen wie bei der Pkw-Prüfung 3 mal 45 Minuten Nachtfahrt, 4 mal 45 Minuten Autobahn und 5 mal 45 Minuten Überlandfahrt und diverse Übungsfahrten absolviert werden. Bei der praktischen Motorradprüfung muss der Fahrschüler etwa 60 Minuten lang beweisen, dass er alle Regeln beherrscht und ein guter Fahrer ist. Vor der eigentlichen Prüfstrecke muss der Prüfling jedoch eventuell einige technische Fragen beantworten und auch einige Grundfahraufgaben vorführen. Wenn diese mit Erfolg abgefahren wurden, geht es weiter auf der Prüfstrecke. Wie in den Fahrstunden bekommt der Prüfling per Funk Richtungsanweisungen durchgesagt und nach circa 45 Minuten Fahrt, ist die Prüfung auch schon vorbei. Direkt im Anschluss bekommt der Fahrschüler das Ergebnis der Motorradprüfung mitgeteilt.

Keine Angst vor der Prüfung
Insgesamt ist es normal, aufgeregt zu sein, bevor man in solch eine Prüfungssituation geht. Es sollte jedoch auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen mit in die Nervosität einfließen – schließlich hat man das alles ja schon einmal gemacht und die Fahrlehrer melden einen Kandidaten auch nur zur Prüfung an, wenn sie der Meinung sind, dass der Schüler bereit dazu ist. Also: nur Mut und gutes Gelingen bei der anstehenden Prüfung.