Motorradreiniger - Tipps und Tricks

Hinweise dazu, ob sich für bestimmte Zwecke eher ein Universal Motorradreiniger eignet oder ob es doch für jedes Teil am Bike das Spezialmittelchen sein sollte.


Den richtigen Motorradreiniger zu finden ist nicht leicht. Zum einen soll er Schmutz zuverlässig und gründlich beseitigen, zum anderen muss er aber auch unbedingt Oberflächen schonend behandeln, damit durchs Reinigen nicht mehr Schaden entsteht als durch den Schmutz und Oberflächen gibt es am Motorrad viele und vor allem viele unterschiedliche. Hier muss der Motorradreiniger gleichermaßen sanft zu Kunststoffen wie zu lackiertem und auch schon einmal unlackiertem Metall sein. Entscheidet man sich nun besser für einen Komplettreiniger oder braucht man die ganze Palette aus Metallreiniger für die Ketten, Felgen, Bremsen und den Motor?

 

Komplettreiniger - Vor und Nachteile

Ein Komplettreiniger macht dann Sinn, wenn man es mit leichten bis mittleren Verschmutzungen zu tun hat. Einfach nur auftragen und später mit Wasser abspülen – wie es bei manchen Reinigern versprochen ist – ist aber auch nicht drin. Das Nachputzen mit dem Schwamm durfte in den meisten Fällen nötig sein schon allein um den Reiniger hinterher an allen Stellen auch wieder rückstandslos vom Bike zu entfernen.
Gerade Kunststoffoberflächen haben Probleme mit manchen Reinigern da diese, was ja auch für Motorradreiniger vollkommen normal ist, Tenside - also waschaktive Substanzen enthalten. Diese Tenside sind dazu gedacht, Öl, Fette, Schmutz und Schmiere zu lösen und abwaschbar zu machen.
Meist ist auf dem Reiniger eine Einwirkzeit angegeben innerhalb derer das Mittel auf dem Kunststoff verbleiben darf ohne Folgeschäden anzurichten.
Wer diese Einwirkzeit einhält wird keine Probleme bekommen, aber Vorsicht! In Ritzen und Rillen sowie schwer zugänglichen Stellen bleiben gerne Reste zurück, die übersehen werden. Diese können dort auf Dauer zu Versprödung des Materials führen. Auch auf Aluminium muss man mit Motorradreiniger Rückständen achtgeben. Diese führen nach einiger Zeit dazu, dass das Metall stumpf wird. Klarspülen mit reichlich Wasser ist also bei der Verwendung von Komplettreinigern Pflicht.

Also doch alle Teile mit Spezialpflegemitteln behandeln?

Insekten
Gerade angebackene Insekten stellen manchmal für Putzmittel eine Herausforderung dar. An gut zugänglichen Stellen muss dafür aber nicht gleich ein Spezialreiniger her. Ein feuchtes Tuch für einige Zeit aufgelegt löst hier schon viele Insekten und somit auch Putzprobleme. An schwerer zugänglichen Stellen zum Beispiel an Wasserkühler-Lamellen kommt man mit einem Sprühreiniger besser klar. Wichtig ist hier, den Motorradreiniger auf keinen Fall antrocknen zu lassen und ihn auch möglichst nicht in der prallen Sonne aufzusprühen. Reichlich Wasser erleichtert das Abspülen.

Motorreiniger
Bei Motorreinigern ist unbedingt darauf zu achten die Herstellerangaben gut zu lesen. Auf jeden Fall sollte man sie nur am kalten Motor verwenden. Manche Motorradreiniger dieser Art dürfen nur an Motoren mit Ölabscheider angewendet werden. Hier ist man gut beraten, sich vorher zu informieren.

Felgenreiniger
Auch wenn sich verschmutzte Felgen in der Regel gut mit Komplettreinigern säubern lassen erledigen spezielle Felgenreiniger diesen Job meist besser. Diese Motorradreiniger sind hervorragend geeignet zum Lösen hartnäckiger Verschmutzungen wie Bremsstaub, Kettenfett und Straßenschmutz.
Bremsenreiniger
Staubpartikel, Bremsabrieb, Reste alter Anti-Quietsch-Paste – diese Mixtur führt unter Umständen zu schwergängigen Bremskolben, beschädigten Bremsscheiben und ungleichmäßig anliegenden Belägen. Spezielle Bremsenreiniger räumen mit solchem Schmutz gründlich auf, spülen ihn fort und trocknen danach auch schnell wieder ab. Komplett Motorradreiniger sind mit solchem Schmutz oft überfordert.

Poliermittel
Wer auf Hochglanz an seinem Motorrad steht, wird am Ende um den Einsatz eines Poliermittels nicht herumkommen.