Motorradreisen: Quer durch die Welt auf dem Feuerstuhl

Liebhaber des Feuerstuhls wollen auch im Urlaub nicht auf ihn verzichten. Diverse Routen eignen sich daher perfekt für Motorradreisen.


Liebhaber der funkelnden Maschinen können Autos in der Regel nicht viel abgewinnen. Für sie sind das nur sperrige Kästen, in denen man sich in stickiger Luft und völlig unbequem sitzend fortbewegt. Ob nun eine schnittige Sportmaschine oder eine klassische Harley Davidson: Motorräder sind nicht nur optisch eine Augenweide, die technischen Details, die aufwendigen Airbrush-Verzierungen der Seitenverkleidung oder Felgen und dann das unverwechselbare Brummen, wenn der Motor angeworfen wird – all das macht das Motorrad zu einem idealen Gefährt, auch im Urlaub. Deshalb sind gerade Motorradreisen für Motorrad-Fans ein unbedingtes Muss.

Die Deutsche Motorradstraße (DMS)
Wer Motorradreisen in Deutschland plant, ist mit dem Befahren der Deutschen Motorradstraße gut beraten. Die über 9.000 Kilometer lange Strecke bietet sowohl Anfängern als auch alten Hasen abwechslungsreiche sowie mit Kurven und Steigungen gespickte Gebiete. Der Rundkurs startet und endet im Schwarzwald, auf dem höchsten befahrbaren Berg des Südschwarzwalds – dem Badenweiler. Auf der Tour kann man nicht nur spektakuläre Landschaftszüge bestaunen, sondern hat auch die Gelegenheit, vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten. Das Highlight für Motorrad-Enthusiasten düfte sicherlich der Nürburgring sein.

Entlang der Route 66: Der amerikanische Motorradtraum
Wer im Besitz eines Motorrads ist, träumt davon, irgendwann in seinem Leben eine Tour über die „mother road“ der USA zu machen – die legendäre Route 66. Die Straße mit Tradition führt über eine Strecke von 2.400 Meilen hinweg und durchquert dabei ganze acht Bundesstaaten. Start ist Lake Michigan in Chicago, Endpunkt die Pazifikküste mit seiner großen Metropole Los Angeles. Mehr noch als auf der Deutschen Motorradstraße hat man hier das „Easy Rider-Gefühl“ inklusive. Freiheit, Abenteuerlust und ein spannender Querschnitt durch die Vielfalt der Landschaften, Kulturen und Sehenswürdigkeiten wird jedem passionierten Motorradfan auf der Route 66 ermöglicht.

Absteigen in einer Motorrad-Pension
Motorradreisen verlangen natürlich auch nach einer besonderen Unterkunft, denn schließlich möchte man das kostbare Gefährt nicht einfach in einem fremden Ort auf der Straße abstellen. Hierfür gibt es in ganz Deutschland, aber auch international sogenannte Motorrad-Pensionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Bikern zugeschnitten sind. Hier finden die Reisenden angeschlossene Werkstätten, in denen man notwendige Reparaturen durchführen und seinen Liebling wieder auf Hochglanz bringen kann. Des Weiteren gibt es oft auch spezielle Trockenräume, in denen die Lederbekleidung und Ausrüstung gelagert werden kann. Selbstverständlich ist natürlich die abschließbare Garage, in der das Motorrad garantiert sicher untergestellt ist.

Kein eigenes Motorrad?
Auch für solche Menschen, die sich den Traum von einem eigenen Motorrad noch nicht erfüllen konnten, sind Motorradreisen möglich. Bequem im Internet kann man sich die passende Maschine aussuchen und für einen Tag oder einen ganzen Urlaub ausleihen. Die Preise sind dabei sowohl von der Marke als auch vom Typ abhängig. So kostet eine Harley Davidson Ultra Classic Electra Glide pro Tag 239 €, die XL 1200C Sportster gibt es schon für 80 € am Tag.