Mottenschutz: Mit Lavendel oder Zedernholz Lästlinge bekämpfen

Mottenschutz mit natürlichen Mitteln wie Lavendelduft und Zedernholz ist unbedenklich für Mensch und Natur.


Sehr lästig sind Motten im Haus, die sich mit Vorliebe über wertvolle Kleidungsstücke aus Wolle, Pelz und Fell hermachen, aber ebenso Kleiderkisten, Teppiche und Sofas besiedeln können. Dabei richten sie nicht nur materiellen Schaden an, sondern rufen auch Ekelgefühle hervor. Kein Wunder, dass man sie gern wieder loswerden möchte. Für den Mottenschutz bietet der Handel zahlreiche Produkte mit unterschiedlicher Wirkung an. Dabei heißt es: Vorbeugen ist besser als Befall zu riskieren, denn schon einfache, unbedenkliche Mittel ersparen den Ärger, den Mottenbefall verursacht.

Mehr Schaden als Nutzen - mit Chemie gegen Motten
Viele Antimottenmittel verwenden Substanzen aus der Gruppe der Pyrethroide, einem langlebigen Nervengift. Andere enthalten Paradichlorbenzol, das sich im Körper einlagern kann und im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Die Gifte wirken auch auf Menschen und können zu Schleimhautreizungen, Übelkeit oder Kopfschmerzen führen oder die Psyche negativ beeinflussen. Kinder und Haustiere reagieren besonders empfindlich. Manche Nebenwirkung auf Mensch und Umwelt ist gar nicht abzusehen, sodass man vom Einsatz dieser Mittel absehen sollte.
Zudem gibt es im Handel Klebefallen, die ein Pheromon verströmen. Harmlos für den Menschen, locken sie aber nur Motten-Männchen an.

Der natürliche Weg - ungefährlich und wohlriechend
Absolut unbedenklich für die Gesundheit ist der Einsatz von Düften als Mottenschutz. Zu den wirksamsten Aromen, die Motten meiden, gehören Lavendel und Zeder. Man kann fertige Lavendelduftsäckchen kaufen oder getrocknete Lavendelblätter in ein Leinsäckchen füllen. Ätherisches Lavendelöl hilft, den Duft nach einer Weile aufzufrischen, denn Duft und damit Wirkung lassen mit der Zeit nach. Alternativ, besonders für Leute, die keinen Lavendelduft mögen, wird Zedernholz verwendet. Im Handel gibt es Holzscheiben, die auf Kleiderbügeln befestigt werden oder natürliche Mittel zum Mottenschutz, die Zedernholzöl enthalten.

Weitere Maßnahmen
Um den Motten kein Zuhause zu bieten, sollte man den Kleiderschrank regelmäßig aufräumen. Ausmisten verhindert das Ansammeln von Kleidung, die nie bewegt wird und zum Mottennistplatz werden kann. Kleidung sollte nur gewaschen im Schrank gelagert werden, denn Schweißgeruch lockt Motten an. Selten getragene Kleidung kann in dichten Kleidersäcken verstaut werden.
Bei Mottenbefall muss die Kleidung ausgeklopft und gereinigt werden. Sonnenstrahlung und Frost töten Eier und Larven. Der Schrank muss ausgeräumt und mit Allzweckreiniger in allen Ecken gründlich geputzt werden.