Manchmal entscheiden nur wenige Sekunden über Leben und Tod. Müdigkeit beim Autofahren kann zu solch entscheidenden Sekunden beitragen. Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag soll es schnell nach Hause gehen oder um mögliche Ferienstaus zu vermeiden, geht es früh und nach einer kurzen Nacht auf die Autobahn. Dies sind klassische Situationen, in denen man als Autofahrer von der Müdigkeit übermannt wird und in den Sekundenschlaf fällt.
Gefährlicher Sekundenschlaf
Dieser gefährliche, aus Müdigkeit resultierende Sekundenschlaf ist kein Phänomen, das nur Berufsfahrer betrifft. Denn rund ein Viertel aller tödlichen Unfälle passieren dadurch, dass einem Autofahrer aus Müdigkeit die Augen zufallen. Untersuchungen ergaben, dass rund 2 % der Frauen und 4 % der Männer zwischen 30 und 60 Jahren mit beständiger Tagesmüdigkeit zu kämpfen haben. Hiervon betroffen sind vor allem Schnarcher, die, ohne es zu merken, in der Nacht unter einer Vielzahl von Atempausen, sogenannten Apnoen, von mindestens zehn Sekunden erleiden und keine erholsame Ruhe finden können. Für Betroffene ist der Besuch eines Schlaflabors ratsam, in dem individuelle Behandlungsmethoden deutliche Besserung versprechen.
Was tun bei Müdigkeit?
Doch auch Autofahrer, die nicht unter einer Schlafapnoe leiden, sind nicht vor Müdigkeit am Steuer sicher. Wer jedoch fit und vor der plötzlichen Müdigkeit geschützt sein will, der sollte einige Tipps beachten. Bei längeren Autofahrten sollte man alle zwei Stunden eine zehnminütige Pause einlegen. Ein effizientes Mittel gegen Müdigkeit ist auch ein Kurzschlaf von etwa zehn bis zwanzig Minuten. Koffein ist zwar ein wirksames Gegenmittel bei Müdigkeit, jedoch sollt der Koffeingenuss in Maßen erfolgen, um keine Gewöhnung herbeizuführen, die die belebende Wirkung des Koffeins beeinträchtigen könnte. Auch Fahrerwechsel und Unterhaltungen dämmen die Müdigkeit ein beziehungsweise fördern die entspannte Wachheit. Nachtfahrten oder Fahrten in den frühen Morgenstunden sollten vermieden werden, wenn vorher nicht die Möglichkeit besteht, ausreichend zu schlafen, denn vorheriger Schlafmangel ist der größte Lockvogel der Müdigkeit.