Multipette - nützlich im Labor

Die Multipette ist eine spezielle Form der modernen Kolbenhubpipette, die vielfach in Laboren eingesetzt wird und für die Aufnahme verhältnismäßig großer Substanzmengen optimiert ist.


Eine Multipette ist eine spezielle Form der Pipette. Pipetten sind Laborgeräte, die zur präzisen Dosierung von Flüssigkeiten eingesetzt werden. An der Spitze von Pipetten befinden sich verengte Glasröhrchen, die am anderen Ende entweder offen oder durch einen Gummiballon mit dicken Wänden verschlossen sind. Dies kann beispielsweise ein Peleusball sein.

Multipette: Moderne Form der Pipette
Eine Multipette ist eine Variante der modernen, mechanischen Kolbenhubpipette, auch Mikroliter-Pipette genannt. Dieses Modell wird zum Dosieren kleiner und sehr kleiner Volumina von Flüssigkeiten verwendet. Es bietet meist eine genauere Dosierung als eine herkömmliche Glaspipette. Kolbenhubpipetten funktionieren nach dem Verdrängungsprinzip. Das bedeutet, dass sie einen beweglichen Kolben haben, der die unter ihm befindliche Luftsäule herunterdrückt beziehungsweise in einer Aufwärtsbewegung mit sich nach oben zieht. Dadurch wird dann auch die Flüssigkeit in die Spitze der Pipette gedrückt. Es gibt auch Direktverdrängende Kolbenhubpipetten, die spezielle Spitzen benutzen, welche ihrerseits einen eingebauten Kolben verwenden. Dieser kommt mit der aufzunehmenden Flüssigkeit in direkten Kontakt und eliminiert so auftretende Luftpolster. Dadurch können auch stark zähflüssige Lösungen pipettiert werden. Außerdem wird so ausgeschlossen, dass versehentlich Substanzen als Aerosole über das Luftpolster transferiert werden. Dabei gibt es solche Kolbenhubpipetten mit fest eingestelltem und solche mit variablem Volumen. Kolbenhubpipetten verfügen über ein Stellwerk zur Einstellung der gewünschten Mikroliter-Anzahl. Außerdem verfügen sie über auswechselbare Kunststoffpipettenspitzen.

Besonderheiten der Multipette
Die Multipette wird auch Handdispenser, Repeater oder Stepper genannt. Sie stellt eine Sonderform von Kolbenhubpipetten dar. Anstatt einer Pipettenspitze verfügen diese Modelle über ein spitzenähnliches, direktverdrängendes Reservoir. Dieses erlaubt auch die Aufnahme eines größeren Volumens einer Substanz. Diese kann dann wiederholt in kleineren Mengen wieder abgegeben werden. Dadurch wird ein schnelles Arbeiten mit Mikrotiterplatten und anderen parallelen Reaktionsansätzen wie beispielsweise bei der Polymerase-Kettenreaktion möglich. Die ersten Pipetten dieser Bauart kamen 1979 auf den Markt. Sie revolutionierten innerhalb kurzer Zeit die Laborwelt. Sie wurden bei vielen Entwicklungen der Biowissenschaft und der Medizin verwendet. Ihre Besonderheiten wie die automatische Volumenberechnung und die Combitip-Erkennung verhalfen der Multipette zu ihrem guten Ruf, wodurch sie heute ein vielfach genutztes Instrument für Vorgänge im Labor darstellt.