Mumps - Eine Virusinfektion

Mumps ist eine Viruserkrankung und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Nach einer Erkrankung baut der Körper in der Regel einen lebenslangen Schutz vor einer erneuten Ansteckung auf


Mumps wird im Volksmund auch Ziegenpeter genannt. Der korrekte Name ist jedoch Parotitis epidemica. Mumps ist eine akute Viruserkrankung. Charakteristisch für diese Erkrankung ist eine Speicheldrüsenschwellung. In manchen Fällen können auch Pankreas und Keimdrüsen mitbefallen sein. Andere Organe sind eher selten betroffen. Eine Meldepflicht für Mumps gibt es nur in einigen Bundesländern.

 

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören dazu. Generell müssen die Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten das Auftreten von Mumps in ihrer Einrichtung bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden.

 

Erreger und Infektion
Mumps wird durch einen Mumpserreger ausgelöst, der zu den Paramyxoviren zählt. Dieser Erreger ist auf andere Organismen nicht übertragbar und kann daher auch nur beim Menschen Mumps auslösen. Die Übertragung erfolgt durch die sogenannte Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch den unmittelbaren Kontakt beim Küssen, durch Niesen oder auch durch Husten. Ganz selten kann Mumps durch die gemeinsame Nutzung von Geschirr und Besteck übertragen werden.

 

Ansteckungsgefahr bis zu drei Wochen
Die Inkubationszeit von Mumps beträgt etwa 17 bis 21 Tage. Wenn man sich einmal mit Mumps infiziert hat, baut der Körper in der Regel einen lebenslangen Schutz vor einer erneuten Ansteckung auf. Eine spezielle Therapie gegen den Mumpserreger gibt es nicht. Nur die Symptome werden gezielt gelindert und behandelt. Dafür kann man sich mit fiebersenkende Medikamenten, kühlenden Umschlägen oder auch Schmerzmitteln behelfen. Mumps kann auch von einer Meningitis oder von einer Hodenentzündung begleitet werden. Da die Meningitis eine ernste Sache ist, sollte man den Erkrankten sofort ins Krankenhaus bringen. Eine Lumbalpunktion kann in manchen Fällen Linderung verschaffen. Bei der Hodenentzündung sollte man sich Bettruhe gönnen, sowie den Hoden hoch lagern. Wer allerdings sicher gehen möchte, kann anhand der gemeinsamen Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln einen Impfschutz vor Mumps aufbauen. Denn in manchen Fällen verläuft eine durch Mumps verursachte Meningitis tödlich.

 

Kontakt vermeiden

Wenn einmal ein Kind an Mumps erkrankt ist, sollte es isoliert werden, damit es andere nicht anstecken kann. Bettruhe und viel trinken helfen dabei, das Heilungsverfahren zu begünstigen. Bei Mumps hilft es auch die Ohrspeicheldrüsen zu kühlen. Als Nahrung empfiehlt sich Brei, wobei saure Flüssigkeiten vermieden werden sollten, da dies die Arbeit der Speicheldrüsen anregt. Auf jeden Fall muss man bei Mumps auf regelmäßiges und gründliches Zähneputzen achten.