Bei Mumps handelt es sich um eine ansteckende Virusinfektion, die umgangssprachlich auch als Ziegenpeter betitelt wird. Mumps befällt hauptsächlich die Speicheldrüse aber auch andere Organe. Mumps ist eine typische Kinderkrankheit, die aber auch junge Erwachsene befallen kann. Häufige Komplikationen sind daher Hirnhaut- und Hodenentzündung. Letzteres kann bei männlichen Patienten sogar eine lebenslange Unfruchtbarkeit verursachen. Der Erkrankung kann jedoch durch eine Schutzimpfung vorgebeugt werden.
Mumps hat sich weltweit verbreitet. In der Regel erfolgt die Übertragung durch Tröpfcheninfektion, direkten Kontakt oder den mit speichelverschmutzten Gegenständen. Der Virus wird auch über die Muttermilch oder den Urin ausgeschieden. Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit in der das Virus bei einem Erkrankten als ansteckend zu bewerten ist, liegt zwischen 12 und 25 Tagen. In der Vergangenheit erkrankten Jungen häufiger als Mädchen, wobei die Quote, seit es den Impfschutz gibt, drastisch zurückging. Kommt es zum Ausbruch der Krankheit wird diese durch Fieber begleitet. Es kommt zu einer meist beidseitigen entzündlichen Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die dem Erkrankten die für die Krankheit typischen dicken Backen verleiht. Nicht selten sind auch andere Speicheldrüsen, wie z.B. die Bauchspeicheldrüse von der Krankheit betroffen.
Gerade während oder nach der Pubertät kann es bei männlichen Jugendlichen auch zu einer Hodenentzündung (Mumpsorchitis) kommen. In manchen Fällen sind die Hoden nach Abklingen der Krankheit so stark geschädigt, dass sie kein gesundes Sperma mehr produzieren können. Eine Unfruchtbarkeit kann dann die Folge sein. Gerade wenn die Viruserkrankung eine Hirnhautentzündung verursacht, kann es zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen. Selbst wenn die Hirnhautentzündung rechtzeitig therapiert werden kann, bleiben geistige Schäden des Patienten meist nicht aus.
Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung von Mumps. Eine symptomatische Behandlung ist selten erforderlich und beschränkt sich meist auf fiebersenkende Maßnahmen. Bei schwerem Verläufen wird in manchen Fällen Kortikosteroide indiziert. Doch dies alles muss nicht sein. Denn eine Mumps-Impfung, die schon im Säuglingsalter erfolgen kann, schützt in der Regel ein Leben lang. Auch verfügen Patienten, die einmal an Mumps erkrankten, normalerweise über einen lebenslangen Impfschutz.