Mumps - Impfung hilft!

Bei der Viruserkrankung Mumps kommt es zu einer Entzündung der Ohrspeicheldrüsen. Ein Impfschutz für Kinder gegen Mumps ist sehr wichtig. Die Mumpsimpfung wird allen Kindern empfohlen


Die Krankheit Mumps, die im Volksmund auch Ziegenpeter genannt wird, ist eine Viruserkrankung. Hierbei kommt es zu einer Entzündung der Ohrspeicheldrüsen. Nach einer Infektion mit Mumps kann der Erkrankte binnen eines kurzen Zeitraums auch selbst Kontaktpersonen anstecken. Ab dem vierten Lebensjahr ist die Wahrscheinlichkeit für ein Kind an Mumps zu erkranken, besonders groß.

 

Mumps kann zur Schwerhörigkeit führen
Bei einer schweren Erkrankung an Mumps kann das Gehör, das Gehirn oder auch das Knochenmark betroffen sein. Daher ist Mumps bei Kindern die häufigste Ursache für Schwerhörigkeit. Bei 10-30 Prozent der Patienten kommt es darüber hinaus zu einer Hirnhautentzündung, die besonders für Erwachsene sehr gefährlich werden kann. Im Extremfall endet sie sogar mit dem Tod des Patienten und auch bleibende Schäden können nicht ausgeschlossen werden.

 

Mumps nur schwer therapierbar
In seltenen Fällen kann die Erkrankung an Mumps bei Frauen auch zu einer Entzündung der Eierstöcke führen. Während der Schwangerschaft kann Mumps aber auch in einem Drittel der Fälle eine Fehlgeburt verursachen. Männliche Jugendliche können sich zusätzlich zu der Erkrankung an Mumps eine Hodenentzündung zuziehen. Da es bisher auf dem Markt keine Medikamente gegen Viruserkrankungen gibt, ist auch Mumps nur schwer zu therapieren. Daher kann eine solche Entzündung auch eine spätere Unfruchtbarkeit verursachen.

Impfung ab dem dritten Monat
Ein Impfschutz gegen Mumps ist daher wichtig. Die Mumpsimpfung wird allen Kindern empfohlen und kann ab dem dritten Lebensmonat erfolgen. Allerdings ist eine Zweitimpfung vier Monate nach der Erstimpfung notwendig, damit das Kind einen lebenslangen Impfschutz behält. Der Impfstoff wird direkt in den Muskel gespritzt. Daher kann die Injektion entweder an der Pobacke, am Oberarm oder auch am Oberschenkelmuskel erfolgen.

 

Kaum Nebenwirkungen
Die meisten Kinder vertragen die Impfung gegen Mumps gut. Leichte Hautrötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle geben in der Regel keinen Anlass zur Sorge. Vereinzelt kann es auch zu einem kurzfristigen Anschwellen der Speicheldrüse kommen. Nach einigen Tagen verschwindet diese aber wieder von ganz alleine. Bei etwa 5-10 Prozent kommt es zu leichtem Fieber, manche bekommen auch einen masernähnlichen Hautausschlag. Hier handelt es sich aber um eine Impfreaktion, was nicht ansteckend ist.
Bei einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß sollten Sie vor der Impfung Rücksprache mit Ihrem Hausarzt halten.

 

Mehr Informationen zu Mumps finden Sie in der Rubrik Krankheiten - Mumps.