Mundfäule - Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten

Woran erkenne ich, ob mein Kind unter Mundfäule leidet oder nicht und vor allem, welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Von der sogenannter Mundfäule spricht man, wenn eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimheit und des Zahnfleisches vorliegt. Diese Krankheit tritt vor allem bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren auf.

Typische Anzeichen dieser Krankheit
Die Mundfäule beginnt meist mit hohem Fieber und der Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Schauen Sie sich in einem solchen Fall die Mundschleimhaut genau an. Dort haben sich dann zahlreiche Bläschen und schmerzhafte Aphten gebildet. Aber auch auf dem Zahnfleisch, dem Gaumen, auf den Lippen und um den Mund herum zeigen sich diese Bläschen. Das Zahnfleisch schwillt häufig an und es kann auch zu eventuellen leichten Blutungen kommen. Auch die Lymphknoten im Halsbereich schwellen dabei an. Wenn Sie Anzeichen, wie hier beschrieben, bei ihrem Kind entdecken, sollten Sie auf jeden Fall sofort einen Kinderarzt aufsuchen. Denn auch die Augen können durch diese Viren befallen werden und dadurch die Hornhaut beschädigen.

Verlauf einer solchen Krankheit
Das Fieber hält meist bis zu fünf Tage an und kann dabei manchmal auch sehr hoch sein. Nach etwa einer Woche ist die Mundfäule meist ausgestanden. Die Bläschen trocknen dann aus und die wunden Stellen heilen. Ansteckungsgefahr besteht keine mehr, wenn alle Bläschen trocken sind.

Behandlungsmöglichkeiten bei Mundfäule
Die Behandlung beschränkt sich meist darauf, das Fieber zu senken. Die Schmerzen werden durch ein lokal betäubendes Gel oder Creme versucht zu lindern. Ein eiskalter Kamillentee, welcher schluckweise getrunken wird, wirkt dabei heilend und sorgt auch für die nötige Flüssigkeit im Körper. Lassen Sie ihre Kleinen im Haus, damit Sie keine anderen Kinder anstecken können. Bieten Sie ihnen milde, weiche und kühle Speisen an, wie zum Beispiel Eiscreme, Joghurt oder einen Gemüsebrei. Wichtig ist allerdings, dass ihr Kind genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Dafür eignet sich am besten klares Wasser, Kamillentee aber auch mal ein Glas kühle Milch. Wenn ihr Kind gar nicht zum Trinken zu bewegen ist, müssen Sie dies unbedingt ihrem Arzt mitteilen, denn Flüssigkeitsmangel bei Kindern ist besonders gefährlich.

Vorbeugung durch die Eltern
Wenn Sie selbst gerade einen Herpes im Mundbereich haben, küssen Sie ihr Kind nicht. Nehmen Sie auch dann den Löffel oder Schnuller ihres Kindes nicht in den eigenen Mund. Waschen Sie ihre Hände häufig und sorgfältig.Vermeiden Sie aber auch den Kontakt ihres Kindes mit anderen Kindern, die akut an Mundfäule erkrankt sind.