Mundgeruch ist – auch wenn er nicht als Krankheit zu verstehen ist – sowohl für Betroffene als auch für ihre Umgebung sehr unangenehm. Dabei ist etwa jeder Dritte bis Vierte Schätzungen zufolge davon betroffen. Die Ursache des auch Halitosis genannten Leidens kann sowohl in verschiedenartigen Erkrankungen als auch in bestimmten Lebensmitteln begründet liegen. Letztere – bekanntermaßen zählen Knoblauch und Zwiebel, Zigaretten und Alkohol dazu – lässt sich mit einem Verzicht darauf umgehen. Der so entstehende Geruch ist ohnehin nur vorübergehend. Schwieriger wird die Suche nach den Ursachen im organischen Bereich. Sowohl lokal – also im Mundraum selbst entstanden – als auch als Folge einer Allgemeinkrankheit an anderen Orten des Körpers, können diese bedingt sein. Bestimmte Krankheiten des Magen-Darm-Traktes, fehlerhaft behandelte Diabetes, Nieren- und Leberleiden, aber auch Infektionen und Lungenprobleme können sich in einer Halitosis äußern. Im Mundraum sind beispielsweise Nasen-, Rachen-, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen als Auslöser möglich.
Mundgeruch: Ursachen
An erster Stelle bei der Entstehung von Mundgeruch rangiert jedoch eine mangelnde Mundhygiene. Nachlässige Zahnpflege führt dazu, dass sich über einen längeren Zeitraum als nötig Nahrungsmittelreste im Mund befinden. Diese werden von Bakterien der Mundflora zersetzt und in verschiedene Stoffwechselprodukte umgesetzt. Hierbei entstehen unter anderem Schwefelverbindungen, die für den typischen unerfreulichen Geruch hauptverantwortlich sind. Zusätzlich verstärkt sich der Effekt der fehlenden Reinigung oft durch eine geringe Speichelproduktion. Denn ein Zu Wenig sorgt dafür, dass die Konzentration von Mikroorganismen in Mund und Rachen im Gegensatz zum Speichel unverhältnismäßig hoch ist. Stellt man fest, dass man unter Mundgeruch leidet, ist zunächst eine verbesserte Zahn- und Mundpflege angezeigt. Auch auf die Zunge sollte man dabei besondere Mühe verwenden, denn besonders im hinteren Bereich finden Bakterien und die Produkte ihrer Tätigkeit guten Halt. Wenn sich durch die gründlichere Reinigung – auch zwischen den Zähnen – keine Besserung ergibt, sollte man einen Zahnarzt aufsuchen, der gegebenenfalls Erkrankungen im lokalen Bereich feststellen kann. Mundwässer sind dabei in der Regel nur von vorübergehendem Nutzen und behandeln dabei nicht die Wurzel des Übels.