Mundspülungen zählen zur ergänzenden Zahn- und Mundhygiene und sollten nicht ausschließlich angewendet werden. Die Bezeichnungen Spülung und Wasser bezeichnet unterschiedliche Dinge. Mundwasser nämlich ist ein Konzentrat und muss erst mit Wasser verdünnt werden. Sie sorgen für einen frischen Atem und sollen gegen gerötetes Zahnfleisch helfen. Mundspülungen dagegen sind fertige Lösungen, die unverdünnt angewendet werden und die Bildung von Plaque, also Zahnbelag, verhindern sollen.
Die Zusammensetzung und Anwendung
Mundwässer gibt es in bis zu 20 unterschiedlichen Mixturen. Sie haben außer Wasser je nach zu erzielender Wirkung teilweise unterschiedliche Inhaltsstoffe. Viele kosmetische Wässer enthalten zum Beispiel Alkohol zur Konservierung und Desinfektion. Dies kann bis zu 30 Prozent des Inhalts betragen. Für Kinder gibt es extra alkoholfreie Produkte. Weitere häufige Inhaltsstoffe sind Aromastoffe und ätherische Öle für die Atemfrische, sowie häufig Fluorid als Kariesvorbeugung. Es gibt extra Wässer, die kariesvorbeugend wirken, die das Zahnfleisch pflegen und medizinische Mundwässer. Im letzten Fall handelt es sich um apothekenpflichtige Arzneimittel, die nur kurzzeitig zur therapeutischen Behandlung von beispielsweise Paradontitis oder zur Heilungsunterstüzung nach Mundraumoperationen angewendet werden sollte. Sie enthalten oft den antibakteriellen Stoff Chlorhexidin.
Kosmetisches Mundwasser dürfen im Grunde täglich zur Mundhygiene angewendet werden. Man verdünnt sie nach Angabe auf der Packung und spült den Mund- und Racheraum damit etwa eine halbe Minute. Bei Spülungen macht man es ebenso, ohne diese zu verdünnen.
Nebenwirkungen
Der Stoff Chlorhexidin kann bräunliche Verfärbungen der Zähne und der Zunge auslösen, die nach Absetzung des Wassers entfernt werden können. Bei zu langer oder intensiver Anwendung kann dieser Stoff auch nachhaltig den Zahnschmelz schädigen. Auf die unterschiedlichen Kräuter und ätherischen Öle können allergische Reaktionen auftreten. Bei Fluoridbeisetzung, kann laut Kritikern eine zu intensive Nutzung ebenfalls zu Schädigungen des Zahnschmelzes führen, vor allem in Kombination mit anderen fluoridhaltigen Pflegemitteln. Bei regelmäßgem Verschlucken der Spülungen, kann es auch Magenschäden verursachen.
Alternativen
Möchte man keine chemischen Spülungen benutzen, kann eine Ölspülung durchgeführt werden. Dazu nimmt man morgens einen Esslöffel Sonnenblumenöl in den Mund und spült damit den Mundraum. Dazu schiebt man das Öl mit Wangen und Zunge zwischen dem Ziehen circa 15 Minuten hin und her. Danach spuckt man das milchige Gemisch aus Speichel, Öl und Speiseresten aus. Es sollte nichts davon geschluckt werden, da es Bakterien und deren Zerfallstoffe enthält. Bei regelmäßiger Anwendung wirkt es sich positiv auf die Zahngesundheit aus und bringt keinerlei möglicher Nebenwirkungen mit sich.