Musiknoten lesen lernen: Tipps für Anfänger

Wenn man Musiknoten lesen lernen möchte, muss man nicht zwangsläufig ein Instrument spielen. Die Notenschrift lässt sich auch ohne eigenes Musizieren verstehen.


Musiknoten lesen lernen ist nicht so schwer, wie meist angenommen. Und man muss auch nicht unbedingt ein Instrument spielen, um die Notenschrift kennenzulernen. Diese folgt nämlich einer bestimmten Systematik, die sich – einer Sprache ähnlich – regelrecht erlernen lässt. Und die Grammatik dieser Musiksprache gehorcht Regeln, die sich leicht nachvollziehen lassen.

Die Musiknotation als ein logisches System

  • Die sieben Töne der C-Dur-Tonleiter (c, d, e, f, g, a, h) sind so auf die fünf Linien verteilt, dass sich die Notenköpfe abwechselnd auf den Linien und zwischen den Linien befinden. Der Wechsel einer schrittweise aufsteigenden Melodie von e zum f beispielsweise bedeutet in der Notation den Gang von der unteren Linie zum nächsthöheren Zwischenraum.
  • Will man dagegen vom a zum e abwärts springen, muss man zwei Notationsschritte überspringen, also eine Linie und einen Zwischenraum, da auch zwei Noten der C-Dur-Tonleiter ausgelassen wurden.
  • Diese sieben Töne der C-Dur-Tonleiter entsprechen den weißen Tasten des Klaviers. Man nennt sie auch Stammtöne. Beim Vergleich der Stammtöne mit der Tastatur des Klaviers fallen die schwarzen Tasten auf, die in Zweier- und Dreiergruppen angeordnet sind.
  • Sie befinden sich als Halbtöne zwischen den Stammtönen, allerdings nicht zwischen e und f und nicht zwischen h und c. Durch diese Halbtöne ist es möglich, in anderen Tonarten zu spielen als nur in C-Dur.

Musiknoten lesen lernen: Versetzungszeichen

  • Das Kreuz erhöht den Stammton um einen Halbtonschritt, das Be erniedrigt diesen um den gleichen Wert. Halbtonschritte sind leicht auszuführen, markieren diese doch einfach nur den nächsthöheren oder nächsttieferen Ton.
  • Auch dies kann man sich gut anhand der Klaviertastatur vorstellen. Ein Kreuz vor dem Stammton f beispielsweise erhöht dieses zum fis, also zur nächsthöheren schwarzen Taste. Es spielt für die Verwendung von Versetzungszeichen übrigens keine Rolle, ob man mit der Änderung eine weiße oder eine schwarze Taste trifft.
  • Der neue Ton bekommt auch einen neuen Namen, so wird beim Erhöhen lediglich die Silbe "is" an den Stammtonnamen angehängt (zum Beispiel f + "is" = fis) und beim Erniedrigen die Silbe "es" (Ausnahmen: h wird zum b, a wird zum as und e wird zum es.)