Muskelentzündung - was tun?

Muskelentzündungen sind oft sehr schmerzhaft und können bei nichtärztlicher Behandlung zu chronischen Beschwerden führen.


Da eine Muskelentzündung nicht so schnell erkannt wird, wird sie oft auf die leichte Schulter genommen. Eine solche Entzündung kann rasch chronisch werden und daher ist eine ärztliche Behandlung unabdingbar.

Welche Ursachen gibt es dafür?
Das Problem einer Entzündung kennen vor allem die Sportler, wenn die Übersäuerung bestimmter Muskelgruppen im Körper verschleppt wird. Wenn das Muskelgewebe eine Schädigung erlitten hat, kann dies schnell zum Brutherd für Bakterien werden. Diese sammeln sich dann vor allem in den Beinen und Armen aber auch im Gesäß. Durch Schmerzmittel werden zwar die Schmerzen unterdrückt, aber die Entzündung bleibt im Körper und kann somit auch einen dauerhaften Schaden anrichten.
Aber auch Nichtsportler können sich schnell eine Muskelentzündung einfangen. Eine Grippe oder ein anderer Infekt können dazu führen, dass Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten so in den Körper gelangen und ihn lahm legen und dabei auch die Muskeln mit hineinziehen. Allergische Reaktionen auf Medikamente oder lokale Störungen im Stoffwechsel können zu einer solchen Entzündung führen.

Was man bei einer Entzündung tun kann
Zuerst braucht es eine genaue Diagnose durch den behandelnden Arzt, da es verschiedene Behandlungsmethoden für einen solchen Fall gibt. Meist reicht die Einnahme von speziellen Analgetika aus, aber es kommen auch Antirheumatika zum Einsatz. Eine Therapie mit Medikamenten ist bei einem solchen Krankheitsbild ehr lang.
Entspannungstechniken und Krankengymnastik beschleunigen den Heilungsprozess zusätzlich. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie sportlich nicht aktiv werden, sonst können noch größere Schädigungen ihres Muskelgewebes entstehen und somit den Heilungsprozess verlangsamen. Von Alkohol ist ebenfalls dringend abzuraten. Da die Leber bei einer Muskelentzündung auf Hochtouren läuft, führt dies ebenfalls zu einer Behinderung im Heilungsprozess.
Wenn eine Muskelentzündung einer langwierigen und medikamentösen Therapie standhält, gibt es auch die Möglichkeit einer lokalen Schmerztherapie. Eine Möglichkeit wäre dabei die Akupunktur. Aber auch eine lokale Betäubung ist denkbar. Dabei werden mit Hilfe eines Katheder die Nervenstränge dauerhaft blockiert, was eine nervliche Weiterleitung von schmerzhaften Impulsen an das Gehirn verhindert.

Eine Behandlung mit Kortison
Eine Muskelentzündung die auf einer Autoimmunreaktion beruht, muss meist über einen längeren Zeitraum mit Kortison und anderen Mitteln behandelt werden. Eine solche Behandlung muss ständig von einem Arzt kontrolliert werden, um eventuelle Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen oder zu vermeiden. Schmerzmittel und Kortison vertragen sich bei gleichzeitiger Einnahme jedoch nicht.