Muskelkater - Wenn der Muskel sagt, es reicht!

Der Muskelkater entsteht durch eine Überlastung des Muskels, bei der feine Risse in den Mikrostrukturen des Muskelgewebes entstehen. Diese verursachen Entzündungen und Schwellungen


Wer kennt das nicht? Wenn das Training mal wieder besonders gut verlief oder das Fußballspiel in die Verlängerung ging, bekommt man am nächsten Tag die Quittung in Form von brennenden Schmerzen in allen Muskelgruppen, die extrem belastet wurden. Der Muskelkater entsteht durch die Überlastung des Muskels. Die andauernde Anspannung des Muskels führt zu feinen Rissen in den Mikrostrukturen des Muskelgewebes.

 

Diese verursachen Entzündungen und Schwellungen, die den bekannten Schmerz auslösen. Irrtümlich dachte man früher, der Muskelkater entstehe durch eine Übersäuerung im Muskel.

Der Muskelkater bedarf keine Behandlung und klingt nach einigen Tagen von selbst ab. Die Mikroverletzungen heilen und hinterlassen keine Schädigung des Gewebes. Einige Hypothesen behaupten sogar, dass der Muskelkater das Muskelwachstum anregt. Allerdings können weitere Belastungen derselben Muskel-Partie zu Muskelzerrungen und Sehnenreizungen führen.

Einige Sportarten sind besonders muskelkaterfördernd, z.B. Sportarten mit extremen Lauf- und Bremsbewegungen wie Squash. Wer in der kalten Jahreszeit in einen Winterschlaf fällt und dann im Sommer den Fettpolstern den Kampf ansagt, bekommt ebenfalls Probleme. Kontinuierliche Muskelarbeit schützt vor den lästigen Schmerzen des Muskelkaters.

Ein heißes Bad nach dem Sport ändert zwar nichts an den Verletzungen, fördert jedoch die Durchblutung und somit das Abheilen der Mikroverletzungen. Außerdem wird der Regenerationsprozess durch die Wärme beschleunigt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit durchblutungsfördernden Salben erzielen. Leichte Gymnastik oder ein ruhiges Training mit lockeren Bewegungen trägt ebenfalls zur besseren Durchblutung bei. Vorbeugend kann man tätig werden, indem man sich vor dem Training stets gut aufwärmt. Am besten eignen sich 15 Minuten Laufen oder Radfahren. Mit ungewohnten Belastungen sollte immer erst langsam begonnen und diese vorsichtig gesteigert werden. Nach dem Training sollte langsam ausgelaufen und mit Dehnübungen der Muskeltonus wieder gesenkt werden. So können Sie den nächsten Muskelkater vermeiden.