Muttermal entfernen: Laser und Chirurgie machen es möglich

Es gibt kaum einen Menschen, der keine Muttermale hat. Im Normalfall sind Muttermale Wucherungen der Zellen im Körper, die für die Bildung des braunen Farbpigments der Haut verantwortlich sind. Doch ein Muttermal kann auch ein Anzeichen für Krebs sein, vor allem, wenn es sich äußerlich verändert. Dann sollte man das Muttermal entfernen lassen.


Ob aus ästhetischen oder aus gesundheitlichen Gründen - ein Muttermal entfernen zu lassen, ist heutzutage ein Standardeingriff, den Hautärzte durchführen können. Durch die operative Entfernung können die Muttermale auf Krebszellen untersucht werden. Denn bei äußerlichen Veränderungen der Muttermale sollte man einen Hautarzt aufsuchen. Mit der Lasertechnik ist es möglich, harmlose Male weitestgehend schmerzfrei entfernen zu lassen, allerdings müssen Sie in diesem Fall die Kosten selbst übernehmen.

Untersuchung der betroffenen Körperpartien

  • Grund für eine Entfernung kann die Ästhetik sein. Viele Menschen stören die kleinen Flecken. In diesem Fall werden die Kosten jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.
  • Wenn das Muttermal aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden muss, werden die Kosten übernommen. Farbveränderung oder Formenunregelmäßigkeiten sowie eine veränderte Größe des Mals können ein Warnzeichen für Krebs sein.
  • Der Hautarzt untersucht die Körperpartie und kann den Eingriff entweder selbst durchführen, oder er überweist Sie zu einem Facharzt der Plastischen oder Ästhetischen Chirurgie. Auf keinen Fall sollte der Eingriff bei einem Kosmetiker stattfinden.

Operative Muttermalentfernung

  • Die betroffene Stelle wird örtlich betäubt. Der Chirurg trennt die Haut um das Muttermal auf und schneidet es heraus. Die oberste Hautschicht und die darunterliegenden pigmentierten Gewebeschichten werden dabei entfernt. Die Schnitte werden anschließend vernäht.
  • Das Muttermal wird zur Nachuntersuchung ins Labor geschickt und die verdächtigen Muttermale werden auf Krebszellen untersucht.

Mit dem Laser Muttermal entfernen

  • Laserbehandlungen können nur dann durchgeführt werden, wenn Ihre Haut absolut gesund ist und feststeht, dass das Muttermal kein Zeichen für Krebs ist. In diesem Falle würde das Lasern die Erkrankung nämlich nur verschlimmern.
  • Meistens reicht eine Betäubungssalbe auf der betroffenen Stelle. Je nach Lasertyp und eingestellter Stärke dringt der Laser in das Gewebe ein. Die entstehende Lichtenergie wird von den Zellen absorbiert und ruft eine künstliche Entzündung hervor. Farbpigemente werden dabei zerstört. Da die körpereigenen Fresszellen die Überbleibsel erst beseitigen müssen, dauert der Prozess einige Tage oder sogar Wochen.

Vorsorge und Risiken

  • Bevor Sie das Muttermal entfernen lassen, sollten Sie einige Tage auf Blut verdünnende Mittel verzichten. Auch Nikotin sollten Sie vermeiden.
  • Nebenwirkungen können Taubheit und Kribbeln im betroffenen Gewebe sein. Grund dafür sind meistens beschädigte Nerven, die sich mit der Zeit von selbst regenerieren können.