Muttermilch ist die von der Natur gegebene Idealnahrung für Säuglinge. Mittlerweile wurden mehr als 160 Substanzen in der Brustmilch nachgewiesen. Die wichtigsten dieser Stoffe sind die sogenannten Immunglobuline (lgE und lgA). Diese sind spezielle Antikörper, die das Kind vor Erkrankungen und Infekten schützt. Forscher haben bereits mehrfach beweisen können, dass gestillte Kinder später weniger anfällig für verschiedene Krankheiten sind, dazu gehören beispielsweise Mittelohrentzündungen, Bronchitis und Allergien. Zudem enthält Muttermilch das Zuckereiweiß Laktoferrin, dieses hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien.
Muttermilch Zusammensetzung ideal für das Kind
Auch die in der Muttermilch enthaltenen Eiweiße spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung des Babys. Die wichtigsten Proteine sind Casein und α-Laktalbumin, Laktoglubin, Lysozym und Serum-Albumin. Diese arteigenen Eiweiße sind nicht sehr hoch konzentriert, sodass das Kind sie noch über die unreifen Nieren ausscheiden kann. So bleiben auch die wichtigen Wasserreserven erhalten.
Inhaltsstoffe
Das vorherrschende Kohlenhydrat ist Laktose. Es wird im Verdauungstrakt des Kindes nicht vollständig verarbeitet und absorbiert. Kleinere Mengen des Milchzuckers jedoch sorgen im Darm des Säuglings für eine weichere Stuhlkonsistenz und eine verbesserte Aufnahme von Mineralien. Als Energiequelle stellt das Muttermilchfett etwa 50 Prozent der in der Muttermilch enthaltenen Kalorien. Dabei hängt der individuelle Fettgehalt stark von der Ernährung der Mutter ab.
Weitere Hauptbestandteile der Muttermilch sind Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat und Chlorid. All diese Mineralien und Spurenelemente nehmen eine wichtige Rolle in der Versorgung des Neugeborenen ein. Sie sind in ihrer Konzentration genau auf die Bedürfnisse und das Ausscheidungsvermögen (Niere) des kleinen Organismus abgestimmt.
Viele andere Stoffe in der Muttermilch Zusammensetzung sorgen für eine optimale Ernährung des Säuglings. Wachstumsstoffe, Enzyme und Aminosäuren, Letztere sind unter anderem wichtig für die Entwicklung der Augen-Netzhaut (Retina), des Gehirns und der Leber.