Mutterpass - wichtiges Dokument der werdenden Mutter

Der Mutterpass ist das wichtigste Dokument, welches eine Frau während ihrer Schwangerschaft und den darauf folgenden Nachsorgeuntersuchungen benötigt


Der Mutterpass ist das wichtigste Dokument, welches eine Frau während ihrer Schwangerschaft und den darauf folgenden Nachsorge-
untersuchungen benötigt. Der Pass sollte von der Schwangeren immer mitgeführt werden, damit sich ein Arzt im Notfall alle wichtigen Daten der Mutter sowie des Kindes beschaffen kann. Zwei Schwangerschaften können eingetragen werden, danach benötigt man einen neuen Pass.

Mutterpass ständig aktualisiert
Seit seiner Einführung im Jahre 1968 wurde der Inhalt des Passes mehrmals aktualisiert und an die neuesten Untersuchungsmethoden angepasst. Der Pass wird wahlweise von dem behandelnden Gynäkologen oder der betreuenden Hebamme ausgestellt. Der Zeitpunkt, zu dem die Frau das Dokument erhält, kann variieren, spätestens nach der zweiten Vorsorgeuntersuchung ist aber jede Schwangere im Besitz eines Mutterpasses. In der Regel stellt der Frauenarzt den Pass bereits unmittelbar nach Feststellung der Schwangerschaft aus.

Inhalt des Mutterpasses
Grundsätzlich werden im Mutterpass alle wichtigen Daten und Befunde während der Schwangerschaft dokumentiert. Sowohl Art als auch Anzahl der während der Schwangerschaft durchgeführten Untersuchungen sind in den "Mutterschaftsrichtlinien der Vereinigung der Krankenkassen" exakt fixiert. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche wird die Patientin alle vier Wochen zu einer Kontrolluntersuchung gebeten, nach diesem Termin ist dank der näher rückenden Geburt alle zwei Wochen eine Untersuchung fällig.

Serologische Untersuchungen
Auf den ersten Seiten des Mutterpasses findet die Schwangere Eintragungen über die serologischen Untersuchungen, also Untersuchungen des Blutes. Vorgeschrieben sind insgesamt sieben Bluttests, darunter die Bestimmung der Blutgruppe, der Röteln-HAH-Test oder kurz vor der Geburt ein Test auf Hepatitis B. Andere serologische Vorsorgeuntersuchungen wie der Aids-Test sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und werden vom begleitenden Arzt nur veranlasst, wenn ein konkretes Verdachtsmoment vorliegt.

Vorherige Schwangerschaften
Des weiteren werden im Mutterpass alle Angaben über frühere Schwangerschaften gesammelt. Dabei unterscheidet der Arzt zwischen einer Fehlgeburt, die durch den Eintrag "Abort" protokolliert wird, einem freiwilligen Schwangerschaftsabbruch (Abruptio) und einer erfolgreichen Geburt. Auch die jeweilige Geburtsart trägt man in den Mutterpass ein, genau wie die Tragzeit. Sind diese Angaben aus persönlichen Gründen nicht erwünscht, so sollte die Schwangere dies mit ihrem Arzt besprechen.

Die Anamnese im Mutterpass
Ein weiterer wichtiger Teil des Mutterpasses ist die Anamnese, in der die Krankheitsgeschichte der Mutter sowie ihrer Familienmitglieder erfasst wird. In diesem Zusammenhang berät der Arzt die Schwangere auch über zu beachtenden Verhaltensweisen während der spannenden neun Monate.

Das Gravidogramm - zentraler Teil des Mutterpasses
Alle Ergebnisse des jeweiligen Vorsorgetermins werden in einer Tabelle, dem sogenannten "Gravidogramm", eingetragen. Auch hier gibt es wieder bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Pflichteintragungen, die von zentraler Bedeutung sind. Dazu zählen vor allem die Kindslage sowie die Herztöne und Bewegungen des Kindes. Zudem müssen Gewicht und Blutdruck der Frau stets genau kontrolliert werden, da sie sowohl Aufschluss über den Gesundheitsstand der Mutter als auch des Kindes geben. Auch die Befunde der drei Ultraschalluntersuchungen protokolliert der Arzt präzise.

Untersuchungen nach der Schwangerschaft
Das Ende des Mutterpasses enthält Informationen über die Abschlussuntersuchung, die circa acht Wochen nach der Geburt durchgeführt wird und auch das Wochenbett berücksichtigt.