Muttertag: Geschichte und Entstehung

Es gibt den Muttertag in der Geschichte bereits seit dem Zeitalter der Griechen. Dort wurde die Göttin Rhea bei einem prächtigen Frühlingsfest verehrt. Weiter entwickelt hat sich der Muttertag dann im 13. Jh. in England unter König Heinrich III.


Hinter dem Muttertag steckt eine Geschichte mit langer Tradition, die bis zu den alten Griechen zurückreicht. Als Urmutter aller Göttinnen und Gottheiten wurde in der Antike die Göttin Rhea (griech.: Fluss des Lebens) verehrt, die aus der Liebe zwischen Uranus und Gaia entsprang. Zu Rheas Ehren feierten die Griechen ein prächtiges Frühlingsfest, mit dem der Mutterkult im altertümlichen Griechenland geboren war.

Geschichte: Muttertag in England

  • Später, im 13. Jahrhundert führte König Heinrich III. in England den „Mothering Sunday“ ein, um der Kirche als religiöse Mutter der Menschheit zu gedenken. Ob groß oder klein sollten sich die Kinder im elterlichen Nest einfinden und der Mutter Dankbarkeit erweisen. An diesem Tag durften sogar Lehrlinge und Diener nach Hause zurückkehren, um ihre Mütter zu besuchen. Üblicherweise brachten diese ihren Müttern einen Fruchtkuchen oder mit Obst gefüllte Pasteten als Geschenk mit. 
  • Seit 1644 existieren schriftliche Quellen, welche die Feierlichkeiten des Muttertags zum ersten Mal in der Geschichte wahrhaft belegen. Schon damals fanden sich Kinder und Enkel wieder im Elternhaus ein, um die Feierlichkeiten des Muttertages im Kreise ihrer Lieben bei Kuchen und einem ausgiebigen Festschmaus zu genießen. 

Verbreitung des Festes

  • Im Jahre 1872 setzte sich die amerikanische Frauenrechtlerin Julia W. Howe für die Einführung des Muttertags als offiziellen amerikanischen Feiertag ein. Sie führte eine regelrechte Werbekampagne durch, doch musste sie vorerst mit ihrem Unterfangen scheitern. Der Muttertag wurde auf Eis gelegt, bis dreißig Jahre später eine neue Kämpferin ans Tageslicht trat. 
  • 1907 begründete Anna Maria Jarvis den Muttertag, indem sie am 2. Todestag ihrer Mutter einen Gottesdienst unter dem Namen Tag für „arbeitende Mütter“ arrangierte. Die Idee breitete sich rasch aus und bereits nach ein paar Jahren wurde in über 45 US-Bundesstaaten offiziell der Muttergedenktag eingeführt. Zum ersten Mal wurden damals Grußkarten für den Muttertag kreiert, die sich auch bis heute neben Blumen und Pralinen in allen Ländern der Welt großer Beliebtheit erfreuen.

Der Muttertag als Feiertag

  • Am 8. Mai 1914 wurden endlich alle Mühen der Vorkämpferinnen belohnt und so gab der US-Kongress den 2. Sonntag im Mai offiziell als internationalen Muttertag bekannt. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich das Fest der Mütter auch endlich in Europa durch, wobei als Vorreiter die Schweiz (1917), Skandinavien (1918/19) und schließlich 1922/23 auch Deutschland den Muttertag in den Feiertagskalender aufnahmen. 
  • Heute wird der Muttertag ganz selbstverständlich in allen Ländern der Welt gefeiert, indem die Kinder ihren Müttern einen Blumenstrauß, einen selbst gebackenen Kuchen oder andere liebevolle Kleinigkeiten überreichen. Am Wichtigsten ist an diesem Tag aber die Botschaft der Liebe und Dankbarkeit, die Kinder ihren Müttern erweisen: Es lebe der Muttertag!