Myom: Vor allem Frauen betroffen

Ein Myom tritt zu einem Großteil bei Frauen auf, denn diese gutartigen Verwachsungen sind oft Folge hormoneller Veränderungen.


Ein Myom ist ein Muskeltumor, der gutartig ist. Je nach ihrer Herkunft und den damit verbundenen Zellen werden diese nochmals unterschieden. Fibromyome bestehen neben Muskelzellen auch zum großen Teil aus Bindegewebe. Myome, die Muskel- und Drüsenzellen enthalten, heißen Adenomyome. Das Rhabdomyom setzt sich aus Herzmuskelzellen zusammen, die quergestreift sind. Am häufigsten kommt jedoch das Leiomyom vor, welches sich aus glatten Muskelfasern zusammensetzt. Etwa 90 Prozent dieser Myome werden in der Gebärmutter diagnostiziert. Diese werden auch als Uterusmyome bezeichnet. So leiden etwa 25 Prozent aller Frauen über 30 Jahre unter solchen Wucherungen, die in der Regel nicht allein auftreten, sondern regelrecht in der Gebärmutter verstreut sind.

Ursachen
Solche Myome entstehen durch ein hormonelles Ungleichgewicht der Eierstöcke. Aus diesem Grund bilden sich keine Myome vor der Pubertät sowie nach den Wechseljahren. Die Grundlage für eine Myombildung findet sich meist in einer genetischen Veranlagung. Zudem wirkt ein unausgeglichener Hormonhaushalt förderlich für die Bildung. Wissenschaftler nehmen an, dass das Übergewicht von Östrogen gegenüber dem Hormon Progesteron verantwortlich dafür sei und das Risiko für einen Tumor steigen lasse. Mit dem Abfall des Östrogenspiegels (nach den Wechseljahren oder durch eine medikamentöse Therapie) schrumpfen die Myome in der Regel jedoch erheblich. Müssen diese jedoch aufgrund von Schmerzen oder sonstigen Verhältnissen operativ entfernt werden, gestaltet sich dies oftmals unproblematisch, da sich die Myome kapselartig anordnen und somit vom übrigen Gewebe abgegrenzt sind.

Meist keine Beschwerden
Die meisten Frauen leben sogar über Jahre hinweg beschwerdefrei mit solchen Wucherungen. Die Entdeckung ist somit ein Zufallsfund. Einige Wenige jedoch leiden unter Schmerzen oder einem Druckgefühl im Unterbauch. Auch ist eine Störung der Regelblutung nicht selten und kann ein erster Hinweis auf ein Myom darstellen. Weitere Beschwerden sind Schmerzen beim Urinieren, beim Geschlechtsverkehr oder auch im Rücken und in den Beinen.

Diagnose
Werden Beschwerden durch die Patientin geäußert, tastet der Arzt zuerst die Gebärmutter ab. Danach folgt eine Ultraschalluntersuchung. Auch können Myome durch das MRT bestimmt werden. Um Folgeschäden der Organe festzustellen, werden oftmals weitere Untersuchungen durchgeführt.

Nur bei Schmerzen Behandlung nötig
Verursacht das Myom bei der Patientin keine Schmerzen, wird in der Regel nicht therapiert, sondern der Tumor nur alle halbe Jahre begutachtet. Jedoch ist dies auch abhängig von der Größe der Geschwulst. Besteht Verdacht auf eine bösartige Wucherung, verursacht es starke Schmerzen oder wächst unaufhörlich, wird operiert. Das Risiko, dass nach der Operation erneut Myome auftreten, liegt bei 15 Prozent.

Können Sie vorbeugen?
Verbeugend reagieren kann man gegen solche abnormen Wachsungen nicht. Aus diesem Grund ist ein regelmäßiger Besuch beim Gynäkologen ratsam.