Jeder weiß, dass man sich vor der Sonne hüten muss und Sonnencreme einen großen Anteil an dem Schutz hat. Aber es sind noch viele Fragen ungeklärt, es kursieren Gerüchte und Halbwahrheiten. Häufig gestellte Fragen sollen hier beantwortet und Fehlinformationen aufgedeckt werden.
Eine der größten Mythen
Man wird auch bei der Verwendung von Sonnencreme braun. Keine Sonnencreme kann die Haut komplett vor der UV-Strahlung abschirmen. Je höher der LSF gewählt wurde, desto längere Zeit benötigt man, um braun zu werden. Diese Bräune ist aber viel gesünder und hält länger an. Auch im Schatten wird man braun, da die UV-Strahlen von Oberflächen reflektiert werden können. An weniger sonnigen Plätzen ist die Bestrahlung allerdings nicht ganz so hoch. Trotzdem sollte man sich auch hier eincremen. Selbst einem bewölkten Tag muss man sich schützen, denn die Wolken halten die UV-Strahlen nur mäßig auf. Durch Fensterglas, wird man allerdings wirklich nicht oder nur kurzfristig braun. Während UV-B-Strahlen Glas nicht durchdringen können, schafft es UV-A-Strahlung mühelos, Glas zu durchqueren. Sie kann also der Haut Schaden zufügen und eine Sonnenallergie auslösen.
Jeder Sonnenbrand gefährlich
Auch bei dem Thema Sonnenbrand bestehen nach wie vor noch viele Unsicherheiten. Jeder Sonnenbrand ist gefährlich und kann das Hautkrebsrisiko erhöhen, egal ob von der Sonne oder dem Solarium ausgelöst, auch wenn er nur ganz leicht ist. Wenn man die erste Rötung auf der Haut sieht, ist es schon zu spät. Dann sind die ersten Zellen bereits beschädigt. Man bekommt auch einen Sonnenbrand, obwohl einem nicht heiß ist, denn UV-Strahlung ist nicht warm, daher merkt man sie nicht auf der Haut. Für die Wärme sorgt unter anderem die Infrarot-Strahlung des Lichts. Leider hilft es auch nicht, wenn man zwischen den Sonnengängen ein lange Pause einlegt. Die Haut kann nur eine gewisse Dosis an UV-Strahlung am Tag/ in der Woche vertragen. Diese Dosis sollte nicht überschritten werden.
Medikamente und UV-Licht
Weiterhin sollte man die Wechselwirkungen von Medikamenten und einer hohen Sonneneinstrahlung nicht unterschätzen. Einige Medikamente können bei hoher UV-Konzentration ihre Wirkung verlieren oder Wechselwirkungen auslösen. Besonders nach der Einnahme von Antibiotika, Schmerzmittel, der Antibabypille und Rheumamedikamenten sollte man aufpassen. Die Beipackzettel der Medikamente enthalten Warnhinweise und Verhaltensregeln, sollte es dennoch zu einer fotoallergischen Reaktion bei hoher Sonnenintensität kommen, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
Schwächen der Sonnencremes
Sonnencremes sind zwar eine großartige Erfindung, perfekt sind sie aber nicht. Wasserfeste Sonnencreme ist anders als der Name vermuten lässt nicht wirklich wasserfest. Durch Bewegung, Schwitzen und das Abtrocknen wird die Sonnencreme vom Körper gerieben. Wasserfest ist eine Sonnencreme nur dann, wenn sie zwei Badegänge a’ zwanzig Minuten durchsteht. Die Strömung und die eigene Bewegung im Wasser und das Abtrocknen werden bei den Tests aber nicht berücksichtigt. Um einen kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten, sollte man sich alle zwei Stunden eincremen, auch wenn man nicht baden geht. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist auch nicht immer gut. Er schützt die Haut besser vor der UV-Strahlung, aber je höher der Faktor, desto mehr Chemie ist in der Creme enthalten, dies kann wiederum zu allergischen Reaktionen führen. Ein LSF von 20 filtert ungefähr 95 Prozent der UV-B-Strahlung, ein LSF von 50 etwa 98 Prozent, enthält aber einen sehr viel höheren Anteil an chemischen Filtern. Sunblocker gibt es nicht. Keine Sonnencreme kann alle UV-Strahlen aufhalten oder unschädlich machen.